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Von Argentinien nach Bolivien

Im folgenden Eintrag schließen wir mit Argentinien ab und begeben uns nach Bolivien.Am 14.04 kamen wir also gut in Cordoba an und machten uns auf zu Marcos, den wir über Couchsurfing kennenlernten. Wir sind mindestens 1,5 h durch die City gelatscht bis wir vor seiner Tür standen. Erst machte niemand auf. Die Klingel war anscheinend ein bisschen kaputt aber dann öffnete uns Benjamin, ein anderer Couchsurfer aus Frankreich. Marcos war noch arbeiten und so gingen wir einkaufen, kochten und tauschten Reiseerfahrungen während des Essens aus. Später lernten wir dann Marcos kennen. 30 Jahre alt, drei erfolgreich abgeschlossene Studiengänge und Mitarbeiter in einem Call-Center. Warum arbeitet er in einem Call-Center, wo er wenig Geld verdient? Gute Frage! Die konnte er uns selbst nicht genau beantworten. Wir gingen schlafen und machten uns am nächsten Morgen mit Benjamin und Marcos auf den Weg die Stadt zu erkunden. Wir liefen zum Markt und kauften günstig ein damit Marcos am Abend für uns kochen kann. Er erklärte uns einiges über die Geschichte der Stadt und wir sahen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Da Marcos dann zur Arbeit musste, sind wir mit Benjamin weiter durch die Stadt getrödelt. Wir gingen zu einem Aussichtspunkt und aßen “Choripan” im Stadtpark.”Choris” sind gegrillte Würste und “Pan” ist Brot. Dazu gibt es dann noch Salat. Gen Abend waren wir wieder bei Marcos und verabschiedeten uns von Benjamin, während Marcos Reis, Ofenkartoffeln und Rinderkotlett vorbereitete. Wir aßen und gingen dann abends auf eine kleine Party mit Live-Musik. Dort lernten wir dann ein bisschen Cumbia zu tanzen. Am 16.04. entschlossen wir etwas außerhalb von Cordoba zu sehen. Wir fuhren 2 h mit einem Bus in die Sierras de Cordoba. Dort angekommen informierten wir uns wie wir am besten zu den Wasserfällen, welche wir besichtigen wollten, gelangen. Uns wurde ein privater Busfahrer empfohlen den wir suchten, nachdem wir uns ein paar Backwaren kauften. Als wir ihn dann endlich fanden fuhr er mit uns zu den Wasserfällen und wir machten aus, dass er uns nach 1 h wieder abholt. Wir sahen uns die sieben Wasserfälle an und spazierten ein wenig umher. Dann ging es zurück ins Dorf und wir stiegen auf einen Hügel um die Landschaft Cordobas mit ihren Hügeln und Bergen zu bewundern. Am Nachmittag fuhren wir dann wieder 2,5 h zurück in die Stadt Cordoba. Wir aßen etwas und Marcos empfahl uns feiern zu gehen. Er arbeitet Samstags immer als Türsteher und kennt die richtigen Clubs. Gesagt getan. Nachts waren wir also feiern und dann schliefen wir bis um 11. Leider konnten wir nicht länger schlafen, da unser Bus nach Iguazu, im Norden Argentiniens, schon mittags abfuhr. Nachdem wir uns von Marcos verabschiedeten machten wir uns auf dem Weg zum Terminal und stiegen in unseren Bus. Die Fahrt sollte eigentlich 24 h dauern, doch verlängerte sich auf 28. Naja. Das war nicht ganz so schlimm, denn wir hatten quasi einen First-Class Bus der genauso viel wie die anderen Busse gekostet hat. Unsere Sitze ließen sich in ein Bett umwandeln also lagen wir in einem angenehmen 180º Winkel. Es gab Essen sowie Filme und nachts konnte man sehr gut schlafen. Am 18.4. kamen wir also in Iguazu an. Hier gibt es eins der neuen Naturweltwunder zu bestaunen. Die größten (nicht höchsten) Wasserfälle der Welt. Da wir erst nachmittags ankamen konnten wir nicht mehr viel machen, weshalb wir unsere Touren für die nächsten zwei Tage planten. Abends kochten wir leckeres argentinisches Rindsteak mit Reis. Die Hitze in Iguazu ist unerträglich. Es herrschten tropische Temperaturen mit 38º C und einer Luftfeuchtigkeit von über 80%. Zum Glück hatte unser Schlafsaal eine Klimaanlage. Am 19.04 ging es dann in den Nationalpark auf der argentinischen Seite. Da die Wasserfälle Brasilien, Paraguay und Argentinien trennen kann man sie auch aus Brasilien betrachten, allerdings hat man in Paraguay nur eine Sicht auf den dortigen Fluss. Mit dem Bus ging es nun also zum Nationalpark. Es gibt drei wichtige Wege um die Wasserfälle zu betrachten. Wir fuhren mit der Parkbahn zur ersten Station und liefen erst unterhalb der Wasserfälle lang. Wir sahen Tiere die aussahen wie Nasenbären, bunten Vögel, tausende riesige (10-15cm große) Schmetterlinge und natürlich fette Spinnen. Danach ging es über einen Weg oberhalb der Wasserfälle. Als wir damit durch waren ging es mit der Bahn zum größten Wasserfall der liebevoll als Teufelshals bezeichnet wird. Wir liefen also erst über den riesigen Fluss der mehrere Kilometer breit sein muss, da man sich echt fragt wo das ganze Wasser herkommen soll. Dann kamen wir an. Riesige Wassermassen stürzen diesen Fall runter und man wird garantiert nass. Eine schöne und beeindeuckende Abkühlung. Wir fuhren zurück zum Eingang des Parkes und machten uns noch auf den Weg zu einem alternativen Wasserfall, der 4 km vom Eingang entfernt lag. Als wir dann endlich ankamen freuten wir uns das man unter dem Wasserfall baden konnte. Wir zogen uns um und sprangen ins Wasser. Erneut eine willkommene Abkühlung bei der Hitze. Das schöne war, dass nur ca. 10 weitere dort waren, da es nicht zu den Hauptattraktionen gehört und man viel laufen muss. Nachmittags fuhren wir zurück nach Iguazu und kochten. Für den nächsten Tag buchten wir eine Tour in die Ciudad del Este in Paraguay und in den Nationalpark auf der brasilianischen Seite. Am 20.04 ging es dann morgens los. Wir wurden mit einem Taxi mit zwei weiteren Argentiniern rumchoffiert. Erst ging es nach Paraguay, wo viel günstige Elektrotechnik verkauft wird. Wir wurden die ganze Zeit gefragt ob wir nicht was kaufen wollen. Die lassen echt nicht locker, aber nach 2 Blöcken lassen sie einen dann in frieden, doch da wartet dann schon der Nächste. Als wir zum Supermarkt gingen um etwas Brot für unser Mittagessen zu besorgen sahen wir das die Security mit Shotguns ausgestattet ist. Es scheint also sehr sicher zu sein in Paraguay. Unser nächster Stop war eines der größten Wasserkraftwerke der Welt was ganz Paraguay und einige Teile von Brasilien mit Strom versorgt. Wir fuhren mit einem großen Reisebus über das ganze Gelände. Hier kann man sogar kostenlos Tennis-und Volleyballplätze mieten. Ein echt imposantes Bauwerk mit positivem Effekt für die Umwelt. Nun ging es mit dem Taxi nach Brasilien wo wir eine kleine Pause zum Mittagessen einlegten bevor wir zum brasilianischen Nationalpark fuhren. Dort brachte uns ein Bus zu einem Rundweg von dem wir einen tollen Panoramablick auf die Wasserfälle hatten. Außerdem ging es wieder zum Teufelshals, aber diesmal von unten. Wir wurden also noch nasser als am Vortag. Alle weiteren Touren wie zum Beispiel Bootstouren, müssen auf beiden Seiten extra gezahlt werden und sind natürlich total überteuert. Am Nachmittag fuhren wir zurück nach Iguazu. Fazit: beide Nationalparks kosten gleich viel, doch der in Argentinien ist größer, schöner und bietet mehr. Am Abend holten wir unsere Taschen aus unserem Hostel ab und stiegen in einen Bus nach Resistencia nachdem wir uns an einem Buffet gestärkt hatten. Eigentlich wollen wir gar nicht nach Resistencia, doch wir müssen irgendwie zur bolivianischen Grenze kommem und fliegen ist zu teuer, also mal wieder Bus fahren. Die Busse in Argentinien sind komplett überteuert. Eine Nachtfahrt kostet mal eben 50-70€. Aber was soll man da machen? Wie kamen am 21.04. morgens an und fuhren mit einem Bus in die Innenstadt, wo wir frühstückten und überlegten was wir machen sollen, da wir erst abends einen Nachtbus nach Salta nehmen können. Wir gingen in ein Naturkundemuseum was komplett leer war und eigentlich mehr für Kinder ausgerichtet war. Ein netter Typ hat uns dann ein bisschen herumgeführt und wir konnten unser Grundschulwissen wieder etwas auffrischen. Unglaublich was wir alles vergessen haben. Nachdem wir das Museum verließen, hatte eigentlich alles zu, da es mittags war und aufgrund leichten Regens wollten wir ins Kino gehen, doch als wir dort ankamen hatte das Kino auch zu. Die schließen hier immer alles zu den wichtigsten Zeiten. Als der Regen aufhörte saßen wir uns in einen Park und spielten Karten. Nachmittags sind wir dann in ein Museum für Filmgeschichte gegangen und haben danach noch in einem weiteren Museum etwas über die indigene Bevölkerung in Südamerika gelernt. Abends ging es dann mit dem Bus nach Salta, wo wir am nächsten Morgen ankamen. Nun waren wir nurnoch 4 h von der bolivianischen Grenze entfernt. Unser Ziel war es möglichst schnell nach Santa Cruz de la Sierra zu kommen, wo uns mein bolivianscher Kumpel Kevin auf uns erwartete. Wir stiegen in Salta aus dem Bus und uns wurde direkt der nächste zur Grenze Boliviens angeboten. Wir waren also um 13 Uhr nahe der Grenze und nahmen ein Taxi zur Grenzkontrolle. Wir bekamen unseren Ausreisestempel für Argentinien und fragten wo die Einreise nach Bolivien bestätigt wird. Man sagte uns wir sollen immer geradeaus laufen, dann können wir es nicht verfehlen. Wir liefen und liefen und liefen und fanden es schon irgendwie komisch das nichts kam obwohl wir schon in der bolivianischen Stadt Yacuiba waren. Wir informierten uns also und man sagte und wir haben die Einreisekontrolle schon verpasst. Aber wo? Es gibt nur eine Straße die geradeaus führt. Wir waren nun also illegal in Bolivien und erfuhren das die Einreisekontrolle direkt neben der Ausreisekontrolle Argentiniens war. Wir liefen also zurück und fanden irgendwann was wir suchten. Die Kontrolle lag neben dem Gebäude. Also man muss um die Ecke laufen und nicht geradeaus. Es waren nirgends Schilder angebracht. Der Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde fragte uns warum wir aus der anderen/falschen Richtung kamen und wir erklärten ihm die Situation. Er schmunzelte nur und ließ uns einreisen während sein jüngerer Kollege uns die ganze Zeit eine Strafe zahlen lassen wollte. Was können wir denn dafür, wenn die nichts ausschildern und sich so bescheuert positionieren. In diesen Situationen sind wir immer sehr froh das wir Spanisch ganz gut können. Glück gehabt. Der nächste Stop war also der Terminal von Yacuiba. Dort erklärte man uns das wir nur über Nacht nach Santa Cruz fahren können. Da die Straßen nicht die besten sind in Bolivien, guckten wir uns die Busse an welche neu und gepflegt aussahen und besorgten uns Tickets. Während wir in Argentinien noch 50-70€ p.P. für eine Nachtfahrt zahlten, waren es für diese nur 50 Bolivianos für jeden, was 6,50€ enrspricht. Wir aßen also noch zu Abend und stiegen in den Bus. Am Samstag den 23.04. kamen wir in Santa Cruz an. Kevin und sein Vater holten uns vom Terminal ab und wir fuhren nach Hause. Zum Frühstück gab es Salteñas (mit Fleisch gefüllte Teigtaschen) und Coca Cola. Hier gibt es Softdrinks rund um die Uhr wenn man Geld hat. Nachdem wir etwas aßen, fuhren wir auf ein großes Stück Land außerhalb der Stadt, was einem Freund des Vaters gehört. Dort pflückten wir Mandarinen, Orangen, Zitronen, Limetten, Papayas, Bananen und Avocados. Außerdem zogen wir riesige Wurzeln aus der Erde, welche hier Yukas heißen und ähnlich wie Kartoffeln schmecken. Danach fuhren wir zu einem Aussichtspunkt über Santa Cruz. Da es Samstag war, sind wir abends mit Kevin und einigen Freunden auf ein paar Hauspartys gegangen, die in einem wesentlich größeren Stil abgehalten werden als bei uns. Da sind schon mal mehrere hundert Leute, es gibt einen privaten Türsteher, DJ, und so weiter. Am Sonntag waren wir mit der Familie essen. Es gab typische Gerichte, wie Reis mit Bananen, Reis mit Milch und Käse, Kuheuter, Kuhinnereien und vieles mehr. Wir haben alles probiert. Interessante Erfahrung aber nicht alles ist sehr lecker. Am Nachmittag hat Kevin uns dann im einen Openair-Club geschleppt und danach zu einer weitere Hausparty. Ich glaube wir waren erst um 5 Uhr morgens zurück und Kevin durfte um 7 Uhr aufstehen um zu arbeiten und die Uni zu genießen. Wir blieben bis Donnerstag, den 28.04. in Santa Cruz. Wir waren zwei mal im Kino, sind ins Stadion gegangen um den lokalen Verein “Oriente” spielen zu sehen, waren abends oft unterwegs, haben gegrillt und Fußball gespielt. Die Eltern von Kevin können ihre Freizeit intensiv mit ihren drei Kindern verbringen, da jeden Tag eine Haushälterin von 7-15 Uhr kommt und kocht, aufräumt, wäscht, putzt usw.Kevin hat uns gefragt ob wir nicht Lust hätten von Donnerstag bis Sonntag mit ihm zu einer Business-Konferenz in Cochabamba zu kommen. Nach langem überlegen, aufgrund des Preises, stimmten wir letztendlich zu. Am Donnerstagabend ging es mit dem Bus über Nacht nach Cochabamba. Ein Haufen junger, partyfreudiger Leute befanden sich also im Bus und begannen zu trinken. Schnell wurde klar, dass die Konferenz eher nebensächlich war. Ich hab noch nie so eine Busfahrt erlebt. Alle haben getrunken und es wurde im Bus geraucht. Die Busfahrer hat das nicht gestört. Das gute war, dass alle bereits um 22 Uhr fest schliefen. Am nächsten Morgen kamen wir um 7 Uhr in unserem Hotel an. Wir checkten ein und aßen etwas zum Frühstück. Um 9 Uhr gingen dann die Vorlsesungen von Profesoren und Firmeninhabern los. Es war sehr informativ und ganz anders als bei uns. Die Betriebswirtschaft wird in Bolivien immer wichtiger und hat sehr viel Potenzial, da es hier bisher noch nicht viel Business gibt. Den Nachmittag haben alle gemeinsam verbracht. Es gab eine Poolparty, es wurde gegrillt und natürlich gefeiert. Am Samstag gab es Vormittags noch weitere Vorlesungen, am Nachmittag wurde entspannt und am Abend ging es auf eine Business-Messe. Hier war nicht viel los. Ein paar große Firmen aus aller Welt waren vertreten, doch die bolivianischen Mitarbeiter waren nicht sehr gesprächig. Nachts ging es dann noch auf dem Messegelände feiern. Am Sonntag sind wir morgens ausgecheckt und alle haben sich von uns verabschiedet. Für die anderen ging es am Abend zurück nach Santa Cruz, doch Marc und ich haben unsere Reise von Cochabamba aus weitergeführt. Wir sind tagsüber noch mit Kevin und seinem Kumpel Luca in die Innenstadt gefahren und sind mit der Gondel auf einen Hügel gefahren wo die zweitgrößte Christusstatue der Welt (nach Rio de Janeiro) über die Stadt wacht. Nachmittags verabschiedeten wir uns dann auch von Kevin. Wir hatten echt eine geile Zeit zusammen und es war super ihn mal wieder zu sehen. Mal gucken wann er nach Berlin kommt. Wir suchten uns nun also ein Hostel und verbrachten noch eine Nacht in Cochabamba.Am Montag den 2. Mai besorgten wir uns Bustickets über Nacht nach Sucre. Wir hatten also noch den ganzen Tag Zeit um was zu machen. Wir wollten uns eigentlich zwei interessante Museen ansehen und eine Stadttour mit einem Bus machen, doch es war alles zu. Wir unterhielten uns mit einem Hotelbesitzer, welcher uns sagte, dass der erste Maifeiertag von Sonntag auf Montag verlegt wurde. Blöd gelaufen. Wir haben also den Tag mit essen und an der Plaza rumhängen verbracht. Am Abend ging es dann in den Bus. Uns wurde gesagt, dass wir ca. 10 h bis nach Sucre brauchen würden. Wir sind um 22 Uhr in den Bus gestiegen und rechneten mit einer Ankunftszeit von 8 Uhr, doch unser Busfahrer ist sehr schnell über die nicht asphaltierte Straße gefahren, sodass wir schon um 5:30 Uhr ankamen. Wir haben nicht geschlafen, da wir die ganze Zeit durchgerüttelt wurden. Was macht man um 5:30 Uhr am Busbahnhof? Warten bis zum Sonnenaufgang. Bolivien kann sehr gefährlich sein.es gibt beispielsweise viele Taxifahrer die irgendwohin fahren um einen dann, auch gerne mit Gewalt, abzuziehen. Also haben wir schön bis 7 Uhr auf den Sonnenaufgang gewartet und sind dann mit einem sicheren Taxi zu unserem Hostel gefahren. Wir hatten sehr viel Glück und konnten sofort aufs Zimmer, also ruhten wir uns noch ein bisschen aus bevor wir in das Museum der bolivianischen Geschichte gingen, wo man uns alles über die Geschichte der indigenen Bevölkerung erklärte. Am Nachmittag sind wir auf einen großen Markt gegangen. Hier gibt es in einer Ecke 10 Gewürzstände, dann 10 Backstände, Gemüse- und Fleischstände. In der nächsten Ecke werden frische Säfte sowie Reis und Nudeln nach Kilopreis verkauft. Es ist sehr bunt und man kann sehr günstig und frisch einkaufen. Da es im Hostel eine Küche gab, kauften wir täglich frisch ein und kochten am Abend. Am zweiten Tag waren wir uns ein paar Kirchen und einen Aussichtspunkt angucken. In einer Kirche konnten wir auf das Dach steigen und über das weiße Häusermeer Sucres blicken. Dort oben waren wir teilweise die Einzigen und haben die Aussicht, sowie die Sonne genossen. Außerdem organisierten wir uns eine Tour um ein Dorf außerhalb der Stadt zu besichtigen. Am 5.5. ging es morgens los. Unsere Gruppe bestand aus Marc und mir, zwei junge Schweizerinnen und unserem Guide. Wir fuhren etwa 2 h auf einen Hügel, wo uns unser Guide etwas über den Einfluss der Religion aus Europa, sowie die traditionellen Figuren der Inkas in der Region erklärte. Wir liefern als nächstes einen Inkapfad für 2 h hinunter, wo unser Fahrer auf uns wartete. Weiter ging es in ein kleines Dorf, wo wir einen Wasserfall besuchten und uns die Dorfschule ansahen. Die Kommune hat wohl erst seit 7 Jahren Zugang zu Strom; waren also sehr lange von der Außenwelt abgeschnitten.Da es keine Müllabfuhr gibt liegr überall Plastik rum. Am Nachmittag ging es wieder zurück nach Sucre. Wir sind abends noch mit den beiden Schweizerinnen essen gegangen um ein paar Infos auszutauschen.Am 6.5. haben wir mal wieder ausgeschlafen und sind dann zum Busterminal gefahren um einen Bus in die höchstgelegene Großstadt der Welt, Potosi, zu nehmen. Wir kamen nachmittags nach 3h Fahrt an und checkten ins Hostel ein. Wir sind nach Potosi gefahren um eine Minentour zu machen, also informierten wir uns bei den ganzen Organisationen. Letztendlich entschlossen wir uns für die teuerste Option, da der Besitzer und Guide Julio einen netten Eindruck gemacht hat. Außerdem hat er früher selber in den Minen gearbeitet. Abends hat die älteste Oberschule in Bolivien ein großes Fest mit viel Musik und Märschen organisiert. Wir waren genau am richtigen Abend dort um uns das Spektakel mit einem Haufen Feuerwerk anzusehen. Am Samstag den 7.5. ging es dann mit zwei weiteren Backpackern auf Julios Tour. Wir fuhren erst zum Markt der Minenarbeiter. Hier kann man alles kaufen. Dynamit, Zündschnüre, Alkohol und vieles mehr. Die Minenarbeiter müssen alles von ihrem eigenen Geld kaufen. Sie arbeiten meist in kleinen Gruppen ( 4 Leute ) und besorgen alles gemeinsam um dann Mineralien abzubauen. Der Berg der Arbeiter heißt “Cerro Rico” (reicher Hügel). Vor vielen Jahren galt Potosi aufgrund seines hohen Silbervorkommens als reichste Stadt der Welt, doch diese Zeiten sind lange vorbei. Heute wird hier von vielen Organisationen abgebaut und die Arbeit wird immer gefährlicher, da der Hügel komplett durchlöchert ist und an einigen Stellen sehr schnell einstürzen könnte. Wir kauften also auf dem Markt ein bisschen Dynamit, Säfte und Kokablätter. Dann wurden wir für die Minen ausgerüstet und fuhren zum Berg. Vor unserem Stollen “La Negra” aus dem Jahr 1935, standen die Minenarbeiter und trennten Mineralien vom Gestein. Dabei wurd geraucht und viel Alkohol getrunken, ein schockierendes Bild. Die Firma der Bergarbeiter interessiert das wenig, da der Alkohol zu täglichen Arbeit gehört. Sobald die Minenarbeiter den Stollen betreten befinden sie sich nicht mehr auf dem Territorium von Muttererde (Pachamama), sondern im Land des Teufels. Sie haben eine Teufelsstatue, vor der vor der Arbeit geraucht, getrunken und Kokablätter gekaut werden. Außerdem wird alles mit der Statue geteilt. Dann geht es an die Arbeit. Die Firma muss nur den Hauptstollen in Schuss halten, während die einzelnen Gruppen für die Sicherheit ihrer Stollen zuständig sind. Wir liefen also 95% der Zei gebückt durch den Stollen unzwar für 1,5 h. Umso tiefer wir in den Berg gingen, desto heiser wurde es. Außerdem wurde die Luft schlechter, da die Sauerstoffzufuhr, also der Eingang des Stollens, sehr weit entfernt lag. Wir hatten nun die Möglichkeit ein paar Sprengungen zu hören welche in der Nähe stattfanden. Da niemand genau weiß welche Gruppe wann und wo arbeitet kann viel passieren. Wir hörten uns die dumpfen Sprengungen an und warteten auf die Arbeiter. Wir tranken ein bisschen Bier und schütteten immer ein wenig auf den Boden um mit dem Teufel zu teilen. Das Einkommen der Minenarbeiter ist von dem Fund der Mineralien abhängig. Sie haben keine Ersparnisse und verdienen in einer schlechten Woche manchmal nur 8 € was nicht reicht um Kokablätter zu kaufen oder die Familie zu ernähren. Uns wurde dir Realität der Bergarbeiter sehr nah gebracht. Eine traurige Erfahrung. Am Abend haben wir dann einen Bus nach La Paz genommen. Für 10 h Fahrt und Schlafplätze haben wir jeder 8 € gezahlt. Die Fahrt war sehr angenehm und wir kamen morgens um halb 7 am Busbahnhof an. Wir tranken Tee und aßen eine Kleinigkeit. Sobald es hell wurde informierten wir uns welche Taxen sicher sind und fuhren dann zu unserem Hostel. Wir haben sofort unser Zimmer bekommen und konnten uns noch etwas ausruhen bevor wir um 11 Uhr bei einer Free Walking Tour mitgemacht haben. Wir starteten vor dem Gefängnis für Gefangene mit Geld, denn hier muss man für seine Zelle zahlen. Es gibt keine Schwerverbrecher wie Mörder oder Vergewaltiger, da diese von den Insassen meist umgebracht werden um eine gewisse Sicherheit zu leisten. Viele Gefangene wohnen nämlich mit ihren Frauen und Kindern im Gefängnis. Es gibt 16 Wärter, welche alles von außen beobachten. Das Gefängnis organisiert sich im Inneren von selbst. Also alle die die dritte Staffel von Prison Break gesehen haben wissen ungefähr wovon ich rede. Aufgrund vieler Drogenabhängiger hat das Gefängnis ihre eigene Kokainproduktion, um die abhängigen zu versorgen und etwas nach draußen zu schmuggeln. Jeden Abend wir das Wellblechdach geöffnet und das Kokain wird in Windeln zu den wartenden Dealern geworfen. Die Wärter bekommen das höchst wahrscheinlich mit, doch die Insassen haben Geld um alle zu schmieren. Von geführten Gefängnistouren wird abgeraten. Abgesehen davon das eine junge Frau vergewaltigt und ein Mann erstochen wurden, kann es passieren, dass man von den Wärtern nicht mehr rausgelassen wird. Wir lernten also viel über das Gefängnis. Als nächstes ging es über den größten Markt der Stadt. Die traditionell-aussehenden Damen werden als “Cholitas” bezeichnet. Sie tragen lange bunte Röcke, einen zu kleinen Hut und Tücher die als Rucksack dienen. Wenn die Cholita ihren Hut gerade trägt ist sie verheiratet, wenn er schräg sitzt, dann ist sie noch zu haben. Doch was finden die Männer an den Cholitas am attraktivsten? Zuerst wird auf die Hüfte geguckt. Die Cholita trägt extra viele Röcke damit diese groß aussieht. Dadurch weiß der Mann, dass die Cholita eine hohe Fertilitätsrate haben könnte oder bei einer kleineren Hüfte auch nicht. Da viele Cholitas große Geschäfte besitzen, benötigen sie Mitarbeiter. Da sie aber nicht vielen Menschen trauen, zeugen sie ihre Mitarbeiter lieber selbst. Der Mann ist nun also begeistert von der Cholita doch das Beste hat er noch nicht gesehen. Sobald der Cholita ein Mann gefällt dreht sie sich im Kreis und zeigt ihre Wade. Wenn der Mann dann eine schöne, dicke, durchtrainierte Wade sieht, dann versucht er sich an seine perfekte Cholita zu schmeißen. Wer noch mehr Cholita-Action in La Paz haben willl, kann sich Tickets für das Cholita-Wrestling besorgen. Unser nächster Stop war der Hexenmarkt. Hier gibt es Liebesstaub, Potenzmittel und viele Zaubersprüche, Fluche und besondere Rezepte. Wenn man Glück hat findet man einen Shaman. Um Shaman zu sein muss man mit Geistern kommunizieren können, vom Blitz getroffen werden, sterben und wieder auferstehen. Ist also nicht ganz so einfach. Auf dem Hexenmarkt kann man sogar Lamaembrios kaufen. Diese werden der Pachamama (Muttererde) lebendig geopfert bevor zum Beispiel ein Haus gebaut wird. Das ist eine lange Tradition und bringt Glück. Wenn aber ein großes Gebäude errichtet wird, muss man etwas mehr opfern. Es gab Zeiten wo lebendige Menschenbabys in das Fundament gegossen wurden, doch das Opfern von Menschen gilt als verboten. Trotzdem kann man jemanden bezahlen um eine menschliche Gabe opfern zu können. Diese Person macht sich meist auf die Suche nach einem Menschen der nicht vermisst wird, wie zum Bespiel einem Obdachlosen. Diesem wird dann Alkohol gegeben und dann wird er sobald er keine Kontrolle mehr über sich hat, lebend in das Fundament gegossen. In Bolivien muss man also vorsichtig sein. Gerade Ausländer oder blonde Menschen haben einen viel höheren Wert für Pachamama. Weiter ging es für uns auf einen weiteren Markt, wo wir Rindsteacksanwiches für 1, 20€ aßen und dazu frischen Saft tranken. Danach guckten wir uns die Kathedrale San Francisco an und beendeten die Tour. Da La Paz in einem engen Tal liegt gehen die Bezirke bis hoch auf die Berge. Von dort hat man eine tolle Aussicht auf die ganze Stadt. Da der Verkehr echt verrückt ist, gibt es mittlerweile vier Gondelstrecken mit denen man entspannt den Verkehr überfliegen kann. Wir nahmen die gelbe Gondel und fuhren 30 min den Berg hinauf. Die Sicht war unglaublich. Danach ging es wieder runter und ins Hostel um zu kochen. Eigentlich wollten wir am nächsten Tag eine Fahrradtour über die gefährlichste Straße der Welt machen doch das war uns dann zu teuer. Also gingen wir nochmal in die Stadt und wanderten zu einem Aussichtspunkt, besuchten das Coca-Museum, einem Tempel und informierten uns über die Preise der Flugtickets nach Rurrenabaque, einer kleinen Stadt im Norden Boliviens, welche direkt am Dschungel liegt. Die Tickets waren uns aber zu teuer also fuhren wir zum Busbahnhof und kauften Bustickets für 9 € für die 16 Stunden Fahrt. Abends ging es dann wieder ins Hostel. Am Dienstag den 10.05. sind wir morgens aufgestanden, haben gefrühstückt und uns mit einem anderen deutschen unterhalten bevor wir noch Mittagessen gegangen sind. Um 14 Uhr waren wir am Busbahnhof und unser Bus sollte eigentlich schon da sein, doch er verspätete sich um 2 h. Scheint hier ganz normal zu sein. Der Bus fuhr also los. Die ersten Kilometer von den insgesamt 450 km, ging über die asphaltierte Yungas-Road. Ein weiterer Teil ging über die tötlichste Straße der Welt. Um 1 Uhr morgens mussten alle den Bus verlassen, da es eine sehr enge Passage gab. Der Bus nahm etwas Anlauf und raste dann über die Straße. An der linken Seite fielen die ganzen lockeren Steine mehrere hundert Meter in die Tiefe. Wir liefen rüber und durften wieder in den Bus steigen. Dann ging es weiter. Da wir uns nun nurnoch auf 200 m über dem Meeresspiegel befanden und uns dem Dschungel näherten, wurde es heiß und schwül. Wir kamen morgens um 9 Uhr ohne Verletzungen in Rurrenabaque an. Es regnete in Strömen und wir suchten uns erstmal ein Hostel. Dann hörte der Regen auf und es wurde ziemlich heiß. Wir liefen zu einer französischen Bäckerei, aßen Omeletts mit leckeren Brötchen und tranken frischen Maracujamilchshake. Dann klapperten wir ein paar Touranbieter ab, da wir für 3 Tage in den Dschungel wollten. Wir fanden einen super Anbieter (Max Adventures). Unsere Tour sollte nun also am nächsten morgen (Donnerstag) losgehen. Wir besorgten uns noch Flugtickets nach La Paz für den Rückweg am Sonntag. Am 12.05. war es dann soweit. Wie lernten unseren Guide Yimi kennen, sowie Sam aus Kanada und Kris aus Lettland, welche eine Überlebenstour gebucht hatten. Da niemand anderes die klassische Tour gebucht hatte, ging es für uns alleine mit Yimi durch den Dschungel. Wir packten Schlafsäcke, Mückennetz und Isomatte zusammen und machten uns auf den Weg zum Boot. Dann ging es erstmal 2,5 h mit dem Boot in die tiefen des Madidi-Nationalparks. Wir kamen bei einer großen Gemeinschaftshütte mit Küche und Essbereich an. Draußen gab es ein paar Hängematten und Yimi zeigte uns in welchem Haus wir die erste Nacht verbringen würden. Zuerst gab es aber ein leckeres Mittagessen mit viel Salat, Fleisch und Reis. Danach konnten wir etwas entspannen. Das Bad war sehr interessant gestaltet. Es war wie ein riesiges Schneckenhaus mit Duschen, Waschbecken und einer Toilette im Inneren. Das Schneckenhaus war offen, man konnte aso unter den riesigen Bäumen duschen und die komplette Dschungelatmosphäre genießen. Nachmittags fuhren wir mit Yimi auf die andere Seite vom Fluss. Wir liefen zu einem Aussichtspunkt von dem man den Dschungel überblicken konnte. Des weiteren sahen wir die Höhlen der Papageien, welche umherflogen. Wir hörten noch Wildschweine und Brüllaffen, aber konnten sie leider nicht sehen. Yimi erklärte uns das wir die meisten Tiere nur dann sehen können, wenn sie gesehen werden wollen. Er zeigte uns eine Pflanze welche eine rote Flüssigkeit von sich gibt, mit der er uns bemalte. Wir kerhten zurück zum Camp und aßen Spaghetti mit Bolognese zum Abendbrot. Als es dunkel wurde, machten wir uns nochmal für 2 h auf den Weg um ein paar Tiere zu erspähen. Wir sahen aber nur Spinnen und einen Alligator. Wir liefen zurück und gingen schlafen.Zum Frühstück erwarten uns 8 Donuts, 4 Teigtaschen mit Puderzucker, 4 Pancakes und 12 Mini-Empanadas. Alles wurde von der Köchin selbst gemacht und wir waren voll nach dem leckeren Frühstück. Wir machten uns auf den Weg in den Dschungel und liefen etwa 2 h rum bis wir zum Mittagessen zurück kehrten. Wir sahen wo sich die Wildschweine wälzen und Yimi erklärte uns etwas über einen riesigen Baum der im Inneren hunderte Liter Wasser speichert. Wenn man zwei Löcher borhrt verliert der Baum seine Flüssigkeit und stirbt. Nach dem Essen nahmen wir unsere Rucksäcke, packten etwas Essen und Kleidung zusammen und machten uns auf den Weg zu einem Camp. Aus Stöckern wurde ein Gerüst gebaut und darüber lag eine Plane zum Schutz vor Regen. wir stellten unsere Rucksäcke ab und liefen zum Fluss. Auf dem Weg suchten wir ein paar Regenwürmer. Am Fluss gab Yimi jedem eine Schnur mit einem Haken dran. Wir spießten die Regenwürmer auf und warfen die Schnur ins Wasser. Wie saßen 15 min rum und nichts passierte, doch dann begann sich meine Schnur zu bewegen und ich sprang auf und begann zu ziehen. Am anderen Ende der Schnur befand sich ein 4 kg Fisch mit einer unglaublichen Kraft. Yimi lachte nur und brüllte mich an, ich solle schneller machen. Dann hatte ich den Fisch draußen und Yimi erklärte uns das er zu der Gattung der Piranhas gehört und der leckerste Fisch aus dem Fluss sei. Voller Motivation warf ich die Schnur erneut aus und wir saßen noch eine Stunde rum, doch alles ohne Erfolg. Während des Wartens wurden wir von Mücken zerstochen und mein Fisch kämpfte neben uns gegen den Tod. Yimi nahm dann den halb-lebenden Fisch aus. Sowas haben wir vorher noch nie gesehen. Als es dann dämmerte suchten wir noch etwas Feuerholz und liefen zurück. Wir machten Feuer und Yimi kochte Pasta. Später kam dann der Fisch übers Feuer. Der Fisch brauchte mindestens 2 h und wir hatten schon gar kein Hunger mehr, weil wir sehr viel Pasta gegessen hatten. Später am Abend nahmen wir an einem Pachamama Ritual teil. Es wurde ein kleines Loch gegraben und dort wurden Kokablätter, Alkohol und Tabak als Opfergabe, hineingelegt. Um das Loch legte Yimi sein Amulett, seine Machete und sein Messer. An einer Kerze zündeten wir jeder eine Zigarette an und kreisten sie über dem Loch. Dann wurden sie um das Loch in den Sand gesteckt und brannten runter. Als nächstes hat jeder noch ein paar Kokablätter in das Loch geworfen, etwas Alkohol getrunken und in das Loch gekippt. Dann wurde der Alkohol angezündet. Unsere Zigaretten brannten alle bis runter, was bedeutet, dass wie die positive Energie von Pachamama empfangen haben. Wenn die Zigaretten vorher ausgehen, soll man in Zukunft etwas vorsichtiger sein. Später gingen wir schlafen. Morgens um 6 Uhr weckten uns die Brüllaffen. Es hörte sich an wie Affen dir durch ein Megafon schreien. Dann gab es Frühstück und wir packten alles zusammen um zurück zum großen Camp zu gehen. Yimi baute eine kleine Tasche aus Blättern um den Fisch zu transportieren. Auf dem Weg sahen wir eine Vogelspinne, einen Tapir, Jaguarspuren und die Brüllaffen in den Bäumen. Wir schlichen uns langsam ran und liefen abseits der Wege durch den Dschungel. Mittags kamen wir dann am Camp an und bastelten Amuletts aus bunten Pflanzensamen und einer weißen Nuss. Wir trafen Sam und Kris, die nicht sehr begeistert von ihrer Überlebenstour waren. Die beiden waren komplett zerstochen. Nachdem wir unseren Fisch zum Mittag gegessen hatten, verabschiedeten wir uns von Yimi und fuhren zurück nach Rurrenabaque. Die Tour hat viel Spaß gemacht mit Yimi. Wir haben schnell gemerkt, dass er in dem Dschungel aufgewachsen ist und sich sehr gut auskennt. In Rurrenabaque holten wir unsere Rucksäcke ab und bekamen noch einen Pizzagutschein. Wir brachten unsere Kleidung zur Wäscherei und trafen uns mit Sam und Kris zum Pizza essen. Am späten Abend habe ich mir noch die Haare für 2 € schneiden lassen. Das war wahrscheinlich der günstigste Haarschnitt in meinem bisherigen Leben. Am Sonntag den 15.05. holten wir nach dem Ausschlafen unsere Kleidung ab und gingen Essen. Um 15 Uhr mussten wir bei dem Büro unserer Airline sein um den Check-Inn für unseren Flug nach La Paz zu machen. Wir suchten uns die Plätze ganz vorne aus, damit Marc mehr Platz für die Beine hat. Dann ging es zum Flughafen. Es gibt einen kleinen Terminal. Hier fliegen nur TAM und AMASZONAS. Die Sicherheitskontrolle war auch etwas dürftig. Wir durften sogar Flüssigkeiten mitnehmen. Dann kam unser kleines Propellerflugzeug für 40 Personen an. Wir stiegen ein und sahen das die vordersten Sitze nach hinten blickten und nicht wie der Rest in Flugrichtung. Auserdem gab es noch weniger Platz für die Beine. Sam und Kris saßen direkt vor uns und wir erlebten einen Start gegen die Flugrichtung. Nach 50 min landeten wir in La Paz. Der Bus benötigte 16 h. Es ging also um einiges schneller. Wir fuhren mit dem Taxi ins Zentrum und checkten in unserem Hostel ein. Das Hostel Bunkie ist unglaublich groß aber sehr gut. Am nächsten Morgen nahmen wir einen Bus nach Copacabana am Titikakasee. Wir kamen mittags an und buchten eine Tour zu der Insel “Isla del Sol”. Wir suchten uns ein Hostel und da mich die Höhe etwas fertig machte gingen wir früh schlafen. Am Dienstagmorgen ging es um 8 Uhr mit dem Boot zur “Isla del Sol”. Wie fuhren 2 h bis zum südlichen Ende der Insel. Die Einwohner von Yamani erwarteten uns schon damit wir die Inselgebühr für den Südteil zahlen. Dann liefen wir rauf auf die Bergkette der Insel und wanderten 10 km bis in den Norden. Dort bewunderten wir ein paar Minen der Pre-Inkas und stiegen dann auf einen kleinen Berg. Im nördlichen Teil der Insel war erneut eine Gebühr fällig. Von dem Berg aus ging es dann wieder ein kleines Stück in den Süden, in das Dorf Challa-Pampa, wo wir eine Nacht verbrachten. Am Mittwoch den 18.05. kehrten wir morgens mit dem Boot zurück nach Copacabana, wo wir unseren Bus nach Peru nehmen wollten. Auf dem Weg zur Grenze gab es aber eine Straßensperre aufgrund eines Protests. Ein Minibus brachte uns bis zur Straßensperre. Dort mussten wir dann alle 3 km zu Fuß gehen. Auf der anderen Seite der Sperre wartete dann unser Bus, der uns nach Puno, einer kleinen Stadt auf der anderen Seite des Titikakasees, brachte.Auf unseren Busfahrten in Bolivien ist uns aufgefallen, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht eingehalten werden und das rote Ampeln zum Teil auch gerne überfahren werden. Außerdem liegt an den Seiten der Landstraßen extrem viel Müll und es gibt sehr oft überfahrene Tiere zu sehen. Abgesehen davon sieht man viele Scheine in den ländlichen Gebieten, die auf den Straßen rumlaufen.Die Armut in Bolivien ist teilweise extrem. An jeder Ecke wurde versucht uns etwas zu verkaufen und das oftmals von kleinen Kindern, die eigentlich in der Schule sein sollten. Das gibt einem schon zu denken. Man würde vielen Menschen gerne helfen, doch das ist leider unmöglich. Weiter geht's nach Peru.

21.5.16 00:13

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