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Chilenischer Süden, Santiago, Argentinien

Wir kamen nun am 13.3. zur Mittagszeit in Bariloche an und hatten nicht einen einzigen argentinischen Peso. Am Busterminal informierten wir uns direkt wo die nächste staatliche Bank, sowie ein Campingplatz liegen. Da es nun Nebensaison war, lag der nächste Campingplatz ca. 14 km außerhalb der Innenstadt. Vom Terminal liefen wir erstmal 1,5h ins Zentrum, besorgten uns Geld und gingen Mittagessen. Wir fragten bei der Touristeninformation, wie wir zum Campingplatz kommen würden und man sagte uns wir sollen einfach ein Collectivo nehmen. Collectivos kennen wir ja schon aus Chile und wir dachten wieder das es Sammeltaxen wären doch in Argentinien nennt man so die Busse. Nach einer guten Weile haben wir das dann auch herausgefunden und wollten in den Bus steigen, doch um Bus zu fahren braucht man eine Prepaidkarte. Wir kauften also eine Prepaidkarte und haben diese aufgeladen. Dann ging es endlich mit dem Bus zum nächsten Campingplatz. Es war nun schon dunkel und wir stellten unser Zelt auf und kochten, bevor wir uns schlafen legten. Der Campingplatz hatte einen ähnlichen Standard wie vorige in Chile, doch er war um einiges teurer. Wir zahlten ca. 11 € pro Person und Nacht. Am folgenden Morgen haben wir uns früh auf den Weg gemacht und sind auf einen Hügel gestiegen. Von dort aus konnten wir die ganze Seenlandschaft und Bariloche überblicken. Danach ging es in einen Nationalpark, wo wir ein bisschen rumspaziert sind und ein paar Lagunen und besondere Gewächse begutachteten. Wir hatten für die 4h im Park sogar eine treue Begleitung von einem Hund. Danach ging es wieder Richtung Innenstadt zum Hügel Otto. Auf dem Weg hielten wir an einem Restaurant um uns nach den Preisen für Rindsteaks zu informieren, da es aber ziemlich teuer gewesen wäre, entschlossen wir später ein Asado zu machen. Aber erstmal fuhren wir mit der Gondel auf den Otto und hatten erneut eine wunderbare Aussicht. Danach ging es einkaufen. Wir haben über 2 kg des teuersten Rindsteaks gekauft, was uns 16 € kostete. Abends haben wir also schön gegrillt und das argentinische Fleisch genossen. Der nächste Morgen begann um 4 Uhr. Wir mussten packen und versuchen unseren Bus zum Terminal zu erwischen. Es dauerte ca. 45 min bis dann endlich ein geeigneter Bus kam. Zum Glück kamen wir pünktlich und fuhren dann von Bariloche aus nach Osorno, wo wir den ganzen Nachmittag im Gras auf einer Plaza lagen und auf den nächsten Bus nach Pucon warteten. Um 22:30 Uhr waren wir dann endlich wieder in Pucon, suchten uns einen Campingplatz, kochten und gingen schlafen. Am 16.03. mussten wir natürlich ausschlafen, bevor wir Fritz die Stadt und den Vulkan Villarica gezeigt haben. Nachmittags waren wir Essen und haben dann Fußball geguckt. Nachdem wir entschlossen abends noch ein bisschen Hünchen zu grillen, gingen wir einkaufen und machten uns einen netten Abend auf unserem Campingplatz. Am 17. fuhren wir morgens um 9 nach Concepcion um unsere Freunde besuchen zu gehen, doch wir hatten noch über 4h Aufenthalt in Temuco. Am Anfang dachten wir das es vorteilhaft sei, da wir noch ein bisschen was von Temuco sehen könnten, doch es regnete sehr stark, weshalb wir einfach in einem Imbiss saßen und Karten spielten. Um 20 Uhr wurden wir dann von Antoño abgeholt und feierten dann bei ihm mit ein bisschen Bier in den Geburtstag von Fritz rein. Am 18.03. waren wir dann mit Mujica in seinem Wochenendhaus, was er und Antoño selber bauen. Wir haben geholfen die Außenwände zu streichen und haben dann ein Asado gemacht. Abends, auf dem Rückweg nach Concepcion, sind wir in einer Lagune baden gegangen und haben uns dann bei Antoño fertig gemacht um nachts feiern zu gehen. Der nächste Tag verlief ziemlich ruhig; wir haben lange geschlafen, abends Fußball gespielt und haben dann mit den Eltern ein weiteres Asado gemacht. Es war mal wieder extrem lecker! Unsere Freunde gehören zum chilenischen Mittelstand, welcher bei uns wahrscheinlich nicht mehr zum Mittelstand zählen würde. Es ist ein tolles Erlebnis mit Einheimischen zusammen zu wohnen und ihre Welt durch ihre Augen zu sehen. Wir Europäer haben zu hohe Standards. Es geht alles viel einfacher! Wir nehmen sehr viel durch diese Erfahrung mit. Am Sonntag den 20.03. fuhren wir am Mittag zurück nach Santiago und kamen abends wieder bei Alicia an. Zum Abschluss unserer erfolgreichen Reise ging es zur Plaza Ñuñoa um ein Bier zu trinken.Von Montag (21.03.) bis Donnerstag haben wir uns mit Fritz die Stadt angesehen, waren beim Friseur und Barbier, haben Isi, die Kellnerin aus Cucao besucht und natürlich Alicia bei den täglichen Arbeiten innerhalb und außerhalb des Hauses geholfen. Am Donnerstag Abend waren wir bei Ignacio Fußball gucken und dann auf einer Hausparty. Am Freitag nahmen wir dann ein Taxi zum Terminal um mit dem Bus nach Viña zu fahren. Wir fragten wo unser Bus abfahren soll und warteten sogar noch eine halbe Stunde länger, da der Bus nicht zur Abfahrtszeit erschien. Als dann endlich einer kam, sagte uns der Busfahrer wir sind am falschen Terminal. Nun war klar, dass wir unseren Bus verpasst hatten und wir machten uns auf den Weg zum anderen Terminal, welcher auf der anderen Straßenseite liegt. Wir haben unser Geld zurück bekommen und konnten für nur 2 € mehr in einen anderen Bus steigen. Glück gehabt! Hans hat uns dann morgens am Terminal abgeholt und musste noch kurz ein halbes Stündchen arbeiten. Dann ging es einkaufen und zu ihm nach Hause. Wir saßen auf der Terrasse und unterhielten uns, bevor es leckeren Lachs zum Mittag gab. Danach haben wir eine Siesta gehalten. Abends sind wir dann, nach einem schönen Asado, feiern gegangen. Es war ziemlich langweilig aber es gab Piscola für 1 Peso. ( 7-8 Pesos entsprechen einem Cent). Es halt also nichts gekostet. Am Samstag haben wir wieder ausgeschlafen und uns dann mit der ganzen Familie von Hans Frau Karin getroffen und gemeinsam gegessen. Abends ging es dann mit Melanie, Hans Tochter, feiern. Am Sonntag den 28. waren wir ziemlich fertig und sind mit Melanie und ihrem Freund Jim nach Santiago zum Geburtstag von Tia Marlica gefahren, wo wir wieder die ganze Familie getroffen haben. Es gab natürlich wieder viel und vor allem leckeres Essen. Abends sind wir erschöpft ins Bett gefallen und haben nurnoch geschlafen. In den folgenden Tagen haben wir noch was mit Fritz gemacht, welcher dann am 30.03 zurück nach Deutschland geflogen ist. Marc und ich begonnen nun unsere Weiterreise zu planen. Hans hatte uns empfohlen in Buenos Aires anzufangen. Der Plan war also nun von Buenos Aires Richtung Norden zu reisen, dann die Grenze nach Bolivien zu überschreiten. Nachdem es einmal quer durch Bolivien gehen soll, wollen wir nach Peru fahren und von Cuzco aus in den Norden und rüber nach Ecuador. Mal sehen ob das alles so aufgeht. Wir sprachen also mit unseren Eltern, welche uns Flüge für de 06.04 nach Buenos Aires buchten. Die alternative Busfahrt hätte circa 72 h gedauert. Wir verbrachten also noch ein Wochenende in Santiago, trafen uns mit einer Freundin aus Concepion und gingen nochmal mit Melanie und ihrem Freund Jim feiern. Bei unserer Freundin Lorely durften wir noch ein paar Sachen waschen und sie fuhr uns am 06.04. am Morgen zum Flughafen. Der Flug hat knapp 2h gedauert. In Buenos Aires angekommen mussten wir gucken wie wir am besten in die Innenstadt kommen. Es gibt einen direkten Bus welcher 11 € kostet und 1h braucht und dann gibt es noch den öffentlichen Bus, der ca. 30 Cent kostet und 2,5 h braucht. Da wir aus Bariloche schon eine Karte für die öffentlichen Busse gekauft hatten, entschlossen wir uns den langsamen Bus zu nehmen. Nach 1h Fahrt waren wir gefühlt in der Innenstadt. Es sah aus wie am Alexanderplatz und ging dann noch 1,5h so weiter. Wir waren echt geshockt wie riesig diese Stadt ist. Naja gut, irgendwo müssen ja die 14 Millionen Einwohner auch untergebracht werden. Wir saßen auf jedenfall im Bus mit unserer Stadtkarte und versuchten durchgehend herauszufinden wo wir denn sind. Als wir dann endlich aussteigen konnten, waren wir in der Straße “9 de Julio”. Ein ganz besondere Straße, da sie 20 Spuren hat und somit die breiteste, oder eine der breitesten Straßen der Welt ist. Wir liefen die Straße runter, zum Wahrzeichen der Stadt, dem Obelisk, welcher genau so aussieht wie der in Washington D.C. um uns ein bisschen Geld zu sparen und Leute kennenzulernen entschlossen wir uns Couchsurfing auszuprobieren. Am Obelisk trafen wir uns mit Manu, ein 27-Jähriger Reisender aus Ecuador, welcher in allen möglichen Ländern in Südamerika gelebt und gearbeitet hat. Jetzt wohnt er seit einem guten Jahr in Buenos Aires in einer schwulen WG. Wir gingen gemeinsam zu seiner Wohnung, welche nur 2 Blöcke vom Obelisk entfernt liegt. Am Abend sind wir dann zusammen Pizza essen gewesen und Manu schlug uns vor mit ihm feiern zu gehen. Manu geht und kennt nur homosexuelle Clubs und geht dort immer mit seinen Couchsurfergästen feiern. Wir stimmten zu und gingen in einen Club. Es war sogar ziemlich lustig den Männern zuzusehen, es gab günstige Getränke und sogar relativ viele Mädels. Bei denen muss man aber aufpassen! Es gibt viele Transsexuelle in Argentinien. Zum Glück haben wir damit bisher keine Erfahrungen machen müssen. Fazit zum Besuch des Schwulen-Clubs: gute Musik, lustiges Ambiente, günstige Getränke und trotzdem genug Mädchen zum tanzen. Am 7.04. musste Manu dann arbeiten, gab uns aber einen Schlüssel zu seiner Wohnung, weshalb Marc und ich uns dann den Südosten des Zentrums ansahen. Wir liefen bis zum Puerto Madero, ein großer alter Hafen, der nicht mehr genutzt wird, aber zum Spazieren einlädt und viele Bars, Restaurant und Kunstateliers hat. Weiter ging es dann zu einem großen Palast, zum Kongress und dann mit dem Bus durch den bekannten Stadtteil San Telmo, doch da es schon dunkel wurde und zu Nieseln begann, sind wir nicht ausgestiegen.Abends haben wir dann gekocht und auf Manu gewartet, welcher immer abends eine Schicht bis 12 Uhr als Kellner durchstehen muss.Am Freitag haben wir nicht besonders viel gemacht, aber wir kümmerten uns um unsere Tickets nach Rosario, dem nächsten Stop auf der Reise. Nachmittags ging es nochmal zum Hafen, weil der uns so gut gefallen hat. Am Samstag haben wir morgens eine Free City Tour gemacht wo wir uns das Teatro Colón, die Plaza Lavalle, die Av. 9 de Julio, die Plaza San Martín, den Stadtteil Retiro, den Torre Monumental, die Av. Alvear, die Plaza Francia, die Iglesia del Pilar und zum Schluss den Cementerio (Friedhof) de la Recoleta angesehen haben. Am Nachmittag hat Manu für uns gekocht. Es gab Reis, mit leckerem Rindfleisch, Ei und Gemüse. Abends sind wir dann nochmal feiern gegangen, aber in einem noch größeren Club. Es war wieder ganz gut, doch wir hatten Angst vor den Transsexuellen, welche uns immer komisch angesehen haben. Wir waren also nicht sehr lange da und fuhren nach Hause. Am Sonntag haben wir ausgeschlafen und sind dann zu einem bekannten Park gefahren und haben uns dort eine 18 T schwere Blume aus Stahl angesehen, welche sich durch ein hydraulisches System mit dem Einfall der Sonneneinstrahlung öffnet und schließt. Wirklich sehr interessant. Danach sind wir noch in ein Kunstmusem gegangen und haben uns dort ein bisschen umgesehen. Da es schon ziemlich früh dunkel wird, und wir ungern alleine unterwegs sind, machten wir uns auf den Heimweg. Abends haben wir dann noch ein Bier mit Manu getrunken, da es am nächsten Tag weiter nach Rosario ging. Wir kamen um 17 Uhr in der drittgrößten Stadt Argentiniens an und fuhren wieder mit den öffentlichen Bussen vom Busbahnhof ins Zentrum. Wir machten uns auf die Suche nach dem Apartment von Micaela, welche wir auch über Couchsurfing kennenlernten. Sie kam vor die Tür und begrüßte uns herzlich. Dann gingen wir gemeinsam hoch und haben uns ein bisschen unterhalten. Micalea ist 26 und arbeitet für eine gemeinnützige Organisation mit dem Namen AISEC, welche ganz viele Volontariate in Südamerika anbieten, falls jemand mal was sucht. Marc und ich gingen dann einkaufen und kochten für uns drei Nudeln mit Bolognese. Ist ganz gut geworden.Am Dienstag den 12.04. haben wir unsere eigene City Tour gemacht. In Rosario gibt es zwar auch free walks, aber nur am Wochenende. Wir liefen gute 12 km in der Stadt und sahen die große Shoppingstraße Cordoba, das Gebäude “la bola de nieve”, den Postpalast, die Plaza 25 de Mayo, das Rathaus, die Basilica “Nuestra Señora del Rosario”, den “Pasaje Juramento”, dann ging es zum Flaggendenkmahl mit dem Flaggenmuseum, rauf auf den Turm und die Sicht über Rosario und den Fluss Panama genießen. Dann liefen wir durch den Parque España bis zur Plaza del Che und zur Geburtsstätte von Che Guevara. Danach sind wir dann zum Terminal gelaufen und haben uns Bustickets nach Cordoba besorgt. Am Abend hat es dann zu regnen begonnen, weshalb wir zurück zu Micaela fuhren und nochmal dasselbe wie am Vortag aßen. Am Mittwoch sind wir in den Park Independencia gelaufen, waren dort in einem sehr interessanten Geschichtsmusuem, was sehe viel von den Inkas und anderen indigenen Bevölkerungen ausgestellt hat. Weiter ging es dann in das Stadion von dem größten Fusballclub der Stadt, in welchem Messi zu beginn seiner Karriere spielte. Danach sind wir noch an einem großen Hypodrom vorbeigelaufen und wollten noch in ein zweites Museum, was aber nicht ging, da es schon um 15 Uhr zugemacht hat. Wir saßen und also in ein weiteres Stück vom Park, in Nähe vom spanischen Brunnen und spielten Karten. Danach sind wir in ein Restaurant gegangen um die Championsleague zu sehen und die typischen argentinischen”Carlitos” zu probieren. Ein “Carlito” besteht aus Toast mit Schinken, Ketchup und Käse. Drauf kommen dann noch Sachen wie Hühnchen oder Ananas. Sehr zu empfehlen! Am Abend trafen wir uns dann mit meinem Kumpel Juancho, den ich in den USA kennengelernt habe, als ich dort mein Auslandsjahr verbrachte. Wir hatten uns eine Menge zu erzählen und fuhren zu ihm. War echt toll ihn nach 3 Jahren mal wieder zu sehen. Bei ihm zu Hause haben wir mal wieder Fußball gucken müssen. Danach ging es für uns wieder zu Micaela.Heute ist der 14.04. und wir haben morgens um 11 unseren Bus nach Cordoba gesetzt und kommen in 4 h dort an.Liebe Grüße aus Argentinien.

17.4.16 00:36

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