Letztes Feedback

Meta





 

Der Süden Chiles

Es ist mal wieder ewig her. Es ist viel passiert in den letzten 2 Monaten. Beim schreiben meines letzten Eintrags waren wir auf dem Weg nach La Serena, wo wir gut ankamen und in unser Hostel eincheckten. Da wir das Hostel von der Hinreise schon kannten, wussten wir, dass es eines der gemütlichsten Betten, aller uns bekannten Hostels hat, worauf wir uns in dem Moment sehr freuten. Wir kochten mal wieder und gingen früh schlafen, da wir am nächsten Morgen um 9 Uhr einen Bus zum Meer genommen haben. An einem kleinen Hafen angekommen, buchten wir eine Bootstour zu einer Pinguininsel und einer zweiten Insel, welche unter Naturschutz stand, aufgrund von seltenen Pflanzen und Vögeln. Wir haben viele Pinguine und Seelöwen sehen können und fuhren zur 2. Insel. Sobald wir diese betraten, wurden wir zurück in das Boot gerufen, da der Kapitän Delfine gesichtet hatte. Also fuhren wir nochmal 10 min mit dem Boot raus um uns Delfine anzusehen. Danach ging es dann auf die wunderschöne Insel mit Karibikstränden und wir liefen ein Mal um die Insel rum bevor wir uns wieder auf den Weg zum Festland machten. Dort angekommen stiegen wir wieder in unseren Bus nach La Serena. Wir haben jeder ca. 25 € gezahlt. Die Touranbieter in La Serena wollten 55 € pro Person haben. Durch unsere selbst geplante Tour haben wir viel gespart. Wir nahmen nun einen anderen Bus in das Valle de Elqui bzw. Pisco Elqui, ein großes Tal in den Bergen, wo Wein und Pisco hergestellt werden. Die Busfahrt von 2h ließ sich mit dem Blick auf die Weinfelder gut aushalten. In unserem Hostel wurde uns ein Campingplatz empfohlen, auf dem wir uns für 2 Nächte niederließen. Der Campingplatz hatte ein natürliches Schwimmbad, welches von einem Bergfluss aufgefüllt wird und eiskaltes Wasser enthält. Nach unserer ersten Nacht, lernten wir 2 Chilenen kennen und ein Mitarbeiter des Campingplatzes bot uns eine kostenlose Tour an. Er erklärte uns wie Pisco hergestellt wird und wir probierten die unterschiedlichen Reifestufen aus. Danach ging es zu einem Abschnitt des Bergflusses wo wir zu Viert die Natur genießen konnten, da keine weitere Personen anwesend waren. Da es ziemlich heiß war, tat das kalte Wasser des Flusses gut, aber fünf Minuten reichten total aus. Wir wurden wieder zum Campingplatz gefahren und machten ein Asado, wo wir 2,5 kg Rindfleisch grillten. Super lecker! Abends tranken wir ein bisschen Pisco und saßen an einem riesigen Lagerfeuer. Am nächsten Morgen fuhren wir zurück nach La Serena und nahmen von dort aus unseren Bus nach Santiago wo wir abends ankamen. Damit war unsere Reise in den Norden Chiles beendet. In den nächsten Tagen ruhten wir uns aus, kauften Weihnachtsgeschenke und halfen Alicia, das Haus vorzubereiten, denn am 22. kam die Familie von Marc aus Deutschland an. Am 24. waren dann alle bereit für das Weihnachtsfest. Wir hatten 34ºC und haben uns mit Melonensaft im Garten abgekühlt. Bevor wir abends gemeinsam im Haus von Alicia Weihnachten feiern wollten, kam uns die Idee zu Mittag essen zu gehen und wir warteten eine halbe Ewigkeit auf Heinz, den Papa von Marc. Als er endlich kam, brachte er mir das beste Weihnachtsgeschenk in meinem Leben mit, meinen Papa! Ich war so schockiert, dass ich gar nicht wusste, was ich sagen sollte, als er dann vor mir Stand. Ich habe von dieser riesigen Überraschung überhaupt nichts mitbekommen. Ich habe mich echt sehr gefreut. Am Abend sind wir alle gemeinsam in die Kirche gegangen und haben danach gegessen und ein paar Geschenke verteilt. Später am Abend kamen uns dann noch Javier mit seiner Frau Karin und Ignacio besuchen. Es freut mich echt sehr, dass mein Papa mich besucht hat, da es immer schwer ist durch Erzählungen und Bilder Eindrücke zu vermitteln. Nun konnte sich mein Papa ein eigenes Bild von unserem Leben in Chile machen. Am 25. sind wir bei einem weiteren Teil von Marcs Familie eingeladen worden um gemeinsam zu Essen ubd und Julklapp Geschenke zu verteilen. Am 26. haben wir uns ein Auto gemietet und wollten zu Alicias Haus nach Algarrobo und von dort zu Hans nach Viña del Mar fahren. Nachdem wir in Algarrobo kurz zum Strand gingen um ein paar Fotos zu machen, kehrten wir zu den Autos zurück und stellten Fest, dass diese aufgebrochen wurden. Unsere ganze Kleidung, elektronische Geräte, sowie Marcs Pass wurden geklaut. Unser nächster Stop war also die Polizeistation, um den Diebstahl zu melden. Die Polizei kann hier in Chile offenbar nicht viel dagegen machen, da extrem viel geklaut wird. Nachdem wir dann endlich alles geklärt hatten fuhr die Familie von Marc mit meinem Papa nach Viña. Da es schon 19 Uhr war blieb Alicia in Algarrobo und kehrte nicht nach Santiago zurück. Marc und ich warteten auf den Bus nach Viña für ganze 2h. Da wir nur kurze Hosen und T-shirts anhatten und unsere Kleidung geklaut wurde, gab uns Alicia einen Poncho. Die Leute haben uns ganz schön blöd angesehen, aber wenigstens war es warm. Um 22:30 kamen wir dann auch in Viña an und wurden von Melanie, der Tochter von Hans, abgeholt. Bei Hans haben wir dann erstmal ein schönes Asado genießen können. Da wir ursprünglich mit Melanie feiern gehen wollten, aber unsere Klamotten nicht mehr hatten, mussten wir improvisieren. Marc hat die Hose und Schuhe von seinem Papa Heinz bekommen und ich habe mir eine weinrote Hose von Hans geliehen. Als Oberteile dienten unsere T-Shirts mit geliehenen Fleecepullis. Wir sahen echt komplett s*****e aus und fühlten uns in unserer Kleidungswahl nicht super wohl. Melanie hat uns trotzdem mitgenommen und wir sind erst auf einen Geburtstag gegangen und von dort aus in den Club von Viñas größtem Casino. Wir hatten eine Menge Spaß und eine gute Erklärung für unser Aussehen. Am nächsten Morgen haben Marc und Ich einen Bus nach Santiago genommen, während die Anderen noch ein bisschen in Viña unterwegs waren und dann mit dem Mietwagen zurück sind. Am Abend haben wir dann aus Santiago einen Bus in den Süden, nach Osorno genommen, wo wir am nächsten Morgen ankamen. Dort holten wir uns zwei Mietwagen und fuhren über Temuco zum Llaima. Der llaima ist ein bekannter Vulkan und wir fuhren mit dem Auto ein ganzes Stück rauf und entschlossen uns dort wild zu campen. Marc und ich waren letztendlich die einzigen, die im Zelt schliefen. Die anderen fünf haben sich auf die Autos aufgeteilt. Wir waren alle noch ein bisschen von dem Diebstahl geschockt und hatten etwas Bange als es dann dunkel und neblig wurde. Naja...wir haben die Nacht gut überstanden und machten uns am 29.12. auf, den Llaima zu bewandern. Nach der erfolgreichen Besteigung umrundeten wir den llaima in dem Nationalpark Conguillio. Wir haben tolle Lagunen mit kristallklarem Wasser gesehen, sowie Gestein der gekühlten Lava vom letzten Ausbruch. Nachmittags verließen wir den Park kurz um in Curacautín essen und einkaufen zu gehen. Abends kamen wir am Campingplatz Lago Conguillio an, wo wir in dem Vulkansee badeten, bevor wir uns schlafen legten. Am 30. fuhren wir dann über Melipeuco, Villarica und Pucón zur Playa Blanca des Lago Caburga. Wir hatten die Möglichkeit unser Zelt direkt neben dem Strand aufzustellen. Somit hatten wir einen wunderbaren Blick auf den glasklaren See. Wir blieben dort bis zum 3.1. Am 31. haben wir dann bei ca. 30ºC ein Asado gemacht und auf das neue Jahr gewartet. Begrüßt wurde 2016 von uns mit ein paar Tröten. Es gab kein Feuerwerk und war im allgemeinen ziemlich ruhig. Auch mal ganz nett. Am 1.1. waren wir den ganzen Tag am Zeltplatz bzw. Strand und haben beobachtet wie die Chilenen das neue Jahr feiern. Hier heißt es Sonne am Strand genießen. Am 2. fuhren Marc, sein Bruder Niklas, Heinz und ich nach Pucón, denn wir hatten eine Wanderung auf den Vulkan Villarica gebucht. Wir wurden mit Schuhen, Schutzkleidung, sowie einer Eishacke ausgerüstet. Nach einem weilchen Fahrt kamen wir am Vulkan an. Man hatte die Möglichkeit die ersten 300-400 Höhenmeter mit dem Lift zu machen und wir waren erstaunlicherweise die Einzigen aus unserer Gruppe, die gelaufen sind. Nach ungefähr 45min kamen wir am anderen Ende des Lifts an. Nun gab es eine Einweisung zur Fortbewegung auf Schnee und Eis. Wir liefen weitere 3:30 h. Ein Teil unserer idyllischen Wanderung wurde von schallender asiatischer Popmusik begleitet, welche eine asiatische Reisegruppe über ihren Lautsprecher abspielten. Als wir oben ankamen konnten wir den Krater sehen und den Schwefelrauch inhalieren. Nachdem alle ein paar Bilder gemacht hatten und stolz auf die geschafften 1400 Höhenmeter waren, rutschten wir auf einer Art Platikteller den ganzen Vulkan runter. Es gab ungefähr 7 Rutschen. Nach 20-30 min waren wir unten. Ich hab noch nie so etwas geiles erlebt. Man hat sich wie in Ice Age gefühlt. Am Nachmittag haben wir uns dann wieder mit Marcs Mama, Schwester, sowie meinem Papa getroffen. Abends ging es dann noch auf dem Lago Caburga fischen. Am 3.1. sind wir über Licanray und Calafquén weiter nach Panguipulli, wo wir am gleichnamigen See gegessen haben. Von dort aus ging es nach Osorno, wo wir einen Mietwagen abgaben. Da in Deutschland nun wieder die Schule beginnt, mussten wir uns von Marcs Mama und seinen Geschwistern verabschieden, welche am Abend einen Bus nach Santiago genommen haben. Wir hatten echt eine super Zeit hier zusammen. Marc und Ich sind dann erstmal mit unseren Vätern in ein Hostel.Am nächsten Morgen tauschten wir unseren Pickup gegen einen Chevy Captiva. Das Auto hat allerdings an den Hinterreifen etwas rumgewackelt, weshalb wir, als wir in Puerto Montt ankamen, das Auto reparieren ließen. Von dort aus ging es nach Puerto Varas wo wir ein Museum sahen, was aussah wie ein Hexenhaus, da es mit vieler alter Kunst behangen war. Wir fuhren am Lago Llanquihue entlang über Ensenada bis Petrohué, wo wir uns nach Tickets über den Lago Todos los Santos, nach Peulla, erkundigten. Nachdem wir genügend Informationen hatten, sind wir zurück am Llanquihue entlang und hielten kurzfristig an einem Strand an um baden zu gehen. Wir haben uns dort mal wieder mit den Tabanos rumgeschlagen. Tabanos sind wie Mücken, haben die Größe einer Hummel und sind gepanzert. Jedesmal wenn man dachte, man hätte eine totgeklatscht, fliegt das Mistvieh einfach weiter. Als wir abends in Puerto Montt ankamen sind wir mit dem Bus zum Hafen, wo wir ein Colectivo nach Angelmó nahmen. Wir aßen alle Möglichen Fischgerichte, sowie Meeresfrüchte. Dazu gab es Pisco Sour und Bier. Danach sind wir zurück in die Stadt und liefen etwas rum.Am 5.1. ging eswieder nach Ensenada, da wir uns entschlossen haben nur die halbtägige Tour nach Peulla zu machen, fuhren wir Vormittags den Vulkan Osorno hoch um ein paar Fotos zu machen. Unser nächster Stop war die Laguna Verde, welche von Heinz zum “Tabano-Brutsee” umbenannt wurde. Es war zwar wunderschön, doch die Tabanos können einem echt den Nerv rauben. Nachdem wir in Ensenada noch Churrasco essen waren ging es auf das Boot nach Peulla. In Peulla haben wir eine nette Tour gemacht wo ein Herr uns in einem größeren Auto rumgefahren hat. Wir landeten an einem Fluss wo wir baden gegangen sind. Unserer Busfahrer hat ordentlich aufs Gas gedrückt, sodass wir auf den Offroad- Pisten durch den Bus geflogen sind. Wir haben uns vor lachen nicht mehr eingekriegt. Peulla hat sehr wenige Einwohner, was man unter anderem an der Schule mit ganzen fünf Schülern festmachen kann. Nach unserer Tour ging es zurück nach Petrohué, wo wir uns die Saltos de Petrohué ansehen wollten, doch aufgrund von Bauarbeiten konnte man diese nicht besichtigen. Also kletterten wir über die Absperrung und liefen über nicht fertiggestellte Wege und Brücken bis wir bei den Wasserfällen ankamen. Nach dem langen Tag ging es zurück ins Hostel, kochen. 6.1. : Wir verbrachten eine letzte Nacht in Pto. Montt und haben ein paar Kleinigkeiten gewaschen, doch unser Gepäck bestand nun größtenteils aus schmutziger Wäsche. Wir machten uns auf den Weg nach Angelmó, wo wir auf dem Mercado Artesanal einkaufen gingen. Hier gibt es zum Beispiel Kleidung aus Alpacawolle. Wir hatten zu dem Zeitpunkt noch keinen Plan wo wir als nächstes hinreisen wollen und entscheiden uns auf die Insel Chiloé zu fahren um danach die Carretera Austral noch ein bisschen zurück hoch zu fahren. Nachdem wir uns über die engen Fahrpläne der Naviera Austral (Fähren) informierten wurde klar, dass wir nur Chiloé schaffen werden. Auf dem Weg aus der Stadt hielten wir nochmal in Angelmó, wo wir Seelöwen sahen und Ceviche aßen. Dann ging es an der Küste entlang Richtung Pargua. Auf dem Weg sahen wir die ganzen Fischerboote und stoppten kurz in Calbuco, wo Marcs Urgroßmutter aufgewachsen ist.Weiter ging es nach Pargua, mit der Fähre rüber nach Chacao, und da starteten unsere Väter ihre Kirchen-Fotoserie. Im folgenden machten wir uns auf nach Ancud, wo wir spontan eine Übernachtungesmöglichkeit im Hotel Ancud Petit fanden. Im Dunkeln machten wir einen Rundgang durch die Stadt und fanden unser neues Lieblingsrestaurant, wo wir zu Abend aßen. Am 7.1. Sind wir in Ancud rumgefahren. Es ging zu einer Festung, einem Aussichtspunkt wo man das Festland sehen konnte und zum Strand. An der Alten Festung wurden wir herzlich willkommen geheißen und wir waren nach unserer Diebstahl Erfahrung immernoch etwas skeptisch, doch die Menschen in Ancud waren sehr liebenswert. Es ging dann nochmal im selben Restaurant essen und danach fuhren wir die Küste Richtung Westen entlang. Die Straße führte uns zum Monumento Nacional de Punihuil oder auch Huaihuén, wo wir eine Pinguininsel besuchten. An dem langen Strand haben wir sonst noch viele Fotos gemacht und allgemein viel Spaß gehabt. Weiter ging es über den camino ripio nach Chepu (benannt nach dem Fluss). Dort bis das Auto nicht mehr konnte und wir fürchteten im Sand stecken zu bleiben. In Chepu schauten wir uns um und fragten dann direkt am Fluss - an der Mündung des Estero Anguai - einen älteren Herr, ob wir in seinem Garten unsere Zelte aufschlagen könnten. Er bejahte unsere Frage und verkaufte uns sogar noch Bier und selbstgemachten Kuchen seiner Frau. Wir haben Unmengen an Wäsche per Hand gewaschen und fuhren dann mit dem Sohn des alten Herren, in seinem Boot, zum Fischen auf dem Chepu. Leider haben wir nichts gefangen, doch wir erreichten noch die Küste mit der schon untergegangenen Sonne und liefen dort zu einem Aussichtspunkt, wo wir noch die letzten Sonnenstrahlen einfangen konnten. Zurück in dem Garten, hatte uns der alte Mann schon ein Feuer gemacht, wo wir etwas Brot geröstet haben und die Nacht mit den Sternen genossen. Am 8.1. fuhren wir runter an der Küste, bis nach Cucao. Tagsüber hielten wir an einem langen Strand und in Cucao angekommen aßen wir Churros (frittierter Teig mit Puderzucker). Wir hatten Glück und bekamen einen Platz auf dem Campingplatz des Nationalparks Cucao, wo wir abends wieder ein Feuer machten. Außerdem fragten wir den Besitzer Bernabé ob es möglich wäre dort zu arbeiten, doch dieser wollte uns erst ab April etwas anbieten, wo wir keine Zeit mehr für ein Voluntariat haben. Am nächsten Tag sind wir früh aufgestanden und wieder nach Ancud gefahren, wo wir die Fähre zum Festland genommen haben und zurück nach Osorno fuhren um das Auto abzugeben. Dort haben wir dann den ganzen Nachmittag verbracht, indem wir essen und shoppen waren. Um 23 Uhr sind wir in den Bus nach Santiago gestiegen wo wir am nächsten Morgen ankamen. Dort haben Heinz und Marc sich um einen neuen Reisepass gekümmert und mein Papa und ich haben eim bisschen Sightseeing gemacht. Am 12.1. ist Heinz dann nach Berlin geflogen und wir waren noch mit meinem Papa in Bellavista, auf dem San Cristobal und in der Innenstadt. Am 14.1. ist mein Papa dann auch geflogen. Schön das du da warst!Marc und ich hatten schon lange Zeit mit einem Freund von Padre Felipe Berrios über ein Voluntariat im Süden gesprochen, doch es hat sich über die ganze Zeit nichts ergeben. Am Freitag den 15.1. haben wir uns mit dem Freund Lalo Ponce getroffen und dieser hat mit uns ein paar Anrufe geführt. Nach ca 1h sagte er wir können am nächsten Tag mit einem Konstruktionsprojekt in Concepcion (7h südlich von Santiago) beginnen. Da es aber keine Bustickets am Freitagabend gab sind wir erst Sonntagabend los. Wir hatten geplant direkt nach dem Projekt unsere Reise in den Süden fortzusetzen. Wir packten unsere ganzen Sachen und machten uns auf den Weg zum Terminal in Santiago. Dort passierte es mal wieder. Man klaute uns unseren dritten Rucksack. Wir standen in einer Schlange um noch etwas zu trinken für die Fahrt zu kaufen. Dort wurden wir mit einer Flüssigkeit beschmiert, was wir gar nicht richtig mitbekamen. Eine Frau hinter uns meinte dann das es ein Vogel gewesen sei und bot Marc Taschentücher an. Er hat dann die Schlange verlassen um sich zu säubern. Er stellte unseren dritten Rucksack ab und drehte sich kurz zu der Frau. In diesem Moment, während ich bezahlte, nahm sich jemand den Rucksack und rannte davon. Wir haben niemanden mehr gesehen. Die Frau war auch sofort verschwunden. Alles war weg. Mein Tablet, Kopfhörer, Power Bank, Pullover, Taschenmesser... Wir haben dann unseren Bus genommen und sind am nächsten Morgen in Concepcion zur Polizei gegangen um Anzeige zu erstatten. Unser Projekt auf einem Campamento reichte vom 18. Bis zum 25.1. Wir haben mit einer größeren Gruppe von ca 25 Leuten im Alter von 17-25 gearbeitet. Wir haben alle gemeinsam in einem Haus geschlafen. Tagsüber waren wir auf dem Campamento und haben die Erde bearbeitet und eine Gussform bzw. Gerüst für Zement errichtet. Mittags haben wir in einem der Häuser auf dem Campamento gegessen und uns ein bisschen ausgeruht. Die Menschen leben echt sehr einfach in Holzhäusern und besitzten vielleicht einen Fernseher und ein Pferd. Die Einwohner waren echt total nett und haben einem viel über ihr Leben erzählt. Nach ein paar Tagen haben wir uns mit sehr vielen angefreundet. Da wir abends noch viele Aktionen zum Thema.”Campamento” und zur sozialen Disparität in Chile gemacht haben, hat man sich besser kennengelernt. Des weiteren haben wir uns viele Meinungen angehört und können das System in Chile immer besser nachvollziehen. Wir haben jeden Tag in der schweißtreibenden Sonne gearbeitet und durften in den 8 Tagen ganze drei Mal auf dem Campamento kalt duschen. Am Ende jeder erfolgreichen Konstruktion veranstaltet immer einer in der Gruppe eine Party bei sich Zuhause. Dieses Mal war es unser Kumpel Antoño und sein Cousin Claudio (Mujica). Die beiden haben uns eingeladen noch zwei Nächte in Concepcion zu bleiben. Am Montag den 25. haben wir dann bei Antoño gefeiert und am nächsten Tag nur rumgesessen und uns entspannt. Zum Glück hat unser Kumpel Allende uns noch am Freitag ein bisschen durch die Stadt geführt. Am Sonntag wollten wir nach Punta Arenas fahren um in den Nationalpark Torres del Paine wandern zu gehen, doch wir haben nirgendwo richtige Informationen erhalten und man sagte uns wir fahren am besten nach Osorno und informieren uns dort nach Bussen. Gesagt getan. Wir kamen in Osorno an und man sagte uns das der nächste Bus erst am 30.1. kommt. Den haben wir dann gebucht. Da es schon spät war gingen wir in ein Hostel und haben mit einer Freundin, Javi, gesprochen, welche uns in ihr Haus in Pucon eingeladen hat für zwei Nächte, damit wir nicht in Osorno unnötig lange auf unseren Bus warten und unser Geld für die Übernachtungen rausschmeißen. Wir fuhren also am nächsten Morgen nach Pucón und wurden von ihrem Vater vom Terminal abgeholt. Abends haben wir dann in ihrem Haus ein Asado gemacht und sind mit ihr auf Fahrrädern in die Innenstadt gefahren, wo wir eine andere Freundin, Pauli, trafen. Wir kennen uns alle von dem Projekt durch Un Techo Para Chile und waren dann gemeinsam in einer Bar. Am nächsten Tag haben wir uns entspannt und zusammen mit Javi gekocht. Gen Abend kamen dann noch zwei Freundinnen von ihr. Wir waren gemeinsam Essen und sind dann feiern gegangen. Am 30.1. haben wir morgens um 6 einen Bus nach Osorno genommen. Dort haben wir dann ein paar Sachen für unsere 24-stündige Busfahrt nach Punta Arenas gekauft. Um 12 ging es dann los. Wir sind über Argentinien gefahren und kamen am 31.1 abends an, da wir länger als 24h brauchten. Nach der Ankunft haben wir uns dann in einem Hostel niedergelassen. Dort haben wir wie zuvor auch schon mit Bernabé aus Cucao geschrieben, welcher uns nun angeboten hat am 10.2. bei ihm zu arbeiten. Wir sagten ihm zu und buchten einen Bus zurück nach Chiloé für den 9.2. Am 1.2. sind wir nach Puerto Natales gefahren und haben für unseren Trip in die Torres del Paine eingekauft. Wir brachten 2 kg Haferflocken, 6 Pakete Spaghetti mit Tomatensoße, 1kg Reis, Thunfisch, sowie Kekse und andere Snacks in den Rucksäcken unter. Dann haben wir uns kurz mit einer weiteren Freundin getroffen, welche an diesem Tag auch in die Torres gefahren ist. Um 14 Uhr fuhren dann die Busse für 2 h zu dem Nationalpark. Dort nahmen wir noch ein Shuttle bis zum Start unserer Wanderroute. Es gibt 2 Stück. Das “O” (8-11 Tage) ein großer Rundkurs und das “W” (5-8 Tage). Wir entschlossen uns das W zu machen und liefen mit Chely zum ersten Campingplatz. Danach waren wir bis zum 8.2. In den Torres unterwegs. Wir hatten echt viel Glück mit dem Wetter. Normalerweise regnet es sehr viel in Patagonien, doch bei uns regnete es nur an einem Tag, was sehr gut war, denn unser Zelt ist nicht regenfest. Wir haben die ganze Zeit gehofft jemanden mit einem ähnlichen Zelt zu sehen, doch wir waren immer die Einzigen. In der einen Woche sind wir über 100 km gewandert und sind täglich mehrere hundert Höhenmeter rauf und runter. Zum Teil war es echt anstrengend, da uns die Sonne fertig machte, doch die wunderschöne Aussicht auf Berge, Gletscher und Seen hat alles kompensiert. Abends saßen wir mit ganz vielen anderen Wanderern auf den Campingplätzen und alle haben mit ihrem Bunsenbrenner gekocht. Es war eine sehr schöne Atmosphäre, weil man sich gut mit allen verstanden hat und viele Informationen austauschen konnte. In einigen Nächten in der Nähe vom Gletscher Grey, wurde es echt kalt in der Nacht. Wir mussten uns Handschuhe, Mützen und Jacken vor dem schlafen gehen anziehen. Hinzu kam, dass der Körper kaum noch Energie hatte. Wir waren echt froh, dass wir unser essen mitgenommen haben, denn die kleinen Supermärkte auf den Campingplätzen sind sehr teuer. Zum Beispiel kostet eine Dose Cola umgerechnet über 3 €. Die Woche in den Torres del Paine war ein wunderbares Erlebnis! Am 7.2. Haben wir dann unsere Tour beendet und sind zurück nach Puerto Natales gefahren wo wir in einem Hostel wieder richtig duschen und kochen konnten. Am 8.2. ging es nach Punta Arenas zurück. Wir sind in ein Hostel gegangen, was von einem älteren Mann geführt wird und aussah wie ein Palast. Unser Zimmer ähnelte dem Schlafgemach eines Schlosses. Wir haben uns sonst noch die Stadt ein bisschen angesehen und waren noch neue Kopfhörer kaufen. Am folgenden Tag stiegen wir um 9 uhr in unseren Bus nach Castro, der Hauptstadt von Chiloé. Nach 35 h Fahrt kamen wir an. Wir nahmen direkt einen Kleinbus nach Cucao, wo uns Bernabé’s Frau Tatiana schon erwartete. Wir liefen gemeinsam über den Campingplatz und dann nochmal 300m neben einem See entlang, bis wir vor einem Haus abseits von allen standen. Zu Beginn wohnten wir mit Jonathan und Malicia (26), einem Pärchen aus Talca, sowie Danae (17) und Bernabés Sohn Nacho (16) zusammen. Seine kleine Schwester Mariel (13) war auch oft bei uns. Die ersten beiden Tage haben wir erstmal Fenster geputzt. Es ging um 11 Uhr los und war vorbei sobald wir fertig waren. Am dritten Tag haben wir mit einem Handwerker eine Bühne für ein Fest konstruiert. Danach bat Bernabé darum, dass einer in der Küche der Cafeteria abwaschen kommt. Ich ging also abwaschen. Da den ganzen Tag noch niemand abgewaschen hatte, gab es extrem viel zu tun. Nach 2h habe ich es dann doch geschafft mit der Hilfe von Kellnerin Isi (17). Da Jonathan und Malica nun weiter gereist sind hatte ich den Job als Tellerwäscher sicher. Marc hat Ferienhäuser (Cabañas) geputzt. Nach ein paar Tagen sind unsere Freunde Antoño und Mujica vorbeigekommen und haben auch gefragt ob sie arbeiten dürfen. Bernabé hat sich gefreut. Antoño und ich waren nun also in der Cafeteria servieren und Teller waschen, während Claudio und Marc geputzt haben. In der Cafeteria haben wir sogar etwas vom Trinkgeld bekommen was manchmal ausreichte um Essen zu kaufen. Wir mussten immer von 11-17 Uhr arbeiten und haben dann gemeinsam in unserem Haus gekocht und abends Filme geguckt oder etwas getrunken. In der letzten Woche ist sogar noch Isi eingezogen, da Danae nach Hause gefahren ist. An einem Wochenende (20.2.) sind wir alle gemeinsam auf die “Fiesta de la luna” gefahren (Mondfest). Dort gab es ein großes Feuer und etwas Musik. Alle standen beisammen und haben den Vollmond erstaunt angesehen. Wir sind am 25.2. Mit Antoño und Mujica nach Castro gefahren um uns ein Konzert von dem Rapper Movimiento anzuhören. Die chilenische Politik, sowie die sozialen Unterschiede werden stark kritisiert. Wir verstehen zwar nicht alles aber unsere Freunden helfen uns immer gerne.Am 27.2. kam Fritz aus Deutschland angereist. Ein guter Freund von Marc. Er hat mit uns in unserem Haus gewohnt. Am 29.2. waren wir mit der Arbeit durch und sind gemeinsam zum Strand Cole Cole im Nationalpark, gelaufen. Wir brauchten ca 5h und haben uns abends am Strand den Sonnenuntergang angesehen und ein Feuer gemacht. Der Campingplatz welcher direkt am Ozean lag hat uns nur 1, 30€ pro Person gekostet. Am 1.3. wanderten wir zurück nach Cucao wo wir eine weitere Nacht verbrachten. Mujica und Antoño haben sich entschlossen noch eine Woche länger zu bleiben. Isi ist nach Santiago gefahren und Marc, Fritz und ich machten uns auf den Weg nach Quellón, der größten Stadt im Süden von Chiloé. Dort haben wir uns Essen am Hafen gemacht und warteten dann bis 3 Uhr morgens um unsere Fähre nach Chaiten an der Carretera Austral zu nehmen. Dort kamen wir nach 5h Fahrt am 3.3. an. Eigentlich hatten wir vor uns über die Carretera Austral zu informieren doch die Touristeninformation hat nicht aufgemacht. Ein älterer Herr bot uns dann eine Tour in den Nationalpark Pumalin an, welcher wir uns anschlossen. In dem Nationalpark gibt es riesige Bäume, die viele tausend Jahre alt sind, sowie wunderschöne Wasserfälle. Als wir am Abend wieder in Chaiten waren, fuhren wir nicht direkt weiter in den Süden nach Futaleufú, da es keine Busse mehr gab. Der ältere Herr, Nicolas, hat uns dann für 20 € sein Haus für eine Nacht überlassen. Am nächsten Tag sind wir dann um 12 Uhr nach Futaleufú gefahren, was ca 200 km weiter südlich liegt. Da es keine richtigen Straßen gibt haben wir 4 h gebraucht. Dort suchten wir uns einen günstigen und netten Campingplatz und kochten. Des weiteren haben wir erfahren das nur ein Bus pro Woche weiter in den Süden fährt und da wir nicht so viel Zeit haben mussten wir zum Beispiel den Nationalpark in Puyuhuapi auslassen. Zum Glück sollte unser Bus 2 Tage später in den Süden nach Coyhaique fahren. Wir hatten Glück und bekamen die letzten Tickets. Am 5.3. haben wir uns dann die Reserva Nacional Futaleufú angesehen und sind auf einen Berg gewandert. Von dort aus konnte man das ganze Gebiet, sowie den klaren Fluss “Futaleufú” betrachten. Am 6.3. Sind wir um 11 Uhr in den Bus gestiegen. Da es wiedermal nur Schotterwege gab, brauchten wir knapp 10h, für 400km nach Coyhaique. Da es schon dunkel war haben wir in einem Hostel geschlafen und keinen Campingplatz mehr gesucht. Morgens haben wir uns dann Bussen zum Lago General Carrera informiert, der größte See Chiles und zweitgrößte in Südamerika. Wir fuhren dann nachmittags mit einem Shuttle nach Puerto Ibañez und nahmen dort die Fähre über den General Carrera nach Chile Chico. In Puerto Ibañez haben wir noch typische Waldbrände gesehen, mit einigen Hubschraubern, die versuchten die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Ich habe so etwas noch nie so extrem zuvor gesehen. Das ganze Gebiet war von Rauch umhüllt und der Wind entfachte die riesigen Flammen immer wieder.Als wir dann abends um 21:30 Uhr in Chile Chico ankamen liefen wir zu einem schönen Campingplatz mit super netten Besitzern welche wir über Ausflüge in der Region ausfragten. Unser eigentliches Ziel an dem See waren die Marmorhöhlen vor Puerto Tranquilo. Die beiden machten uns sofort für den nächsten Tag Tickets für den Bus und die Tour in die Höhlen klar. Da es von Puerto Tranquilo sehr schwer ist nach Coyhaique zurück zu kehren entschlossen wir uns weiterhin in Chile Chico zu schlafen. Am nächsten Morgen fuhren wir also 5h nach Puerto Tranquilo, machten die Tour und kehrten zurück nach Chile Chico. Die Höhlentour wurden auf einem Boot mit 6 Leuten durchgeführt. Die Marmorhöhlen waren echt beeindruckend. Es lohnt sich sehr so etwas mal gesehen zu haben.Danach ging es wieder 5h zurück, kochen und schlafen. Den 9.3. haben wir ganz ruhig angehen lassen. Wir hatten wie immer super Wetter und gingen einkaufen. Tagsüber haben wir Tischtennis gespielt und uns an der Wärme der Sonne, nach einer kalten Nacht, erfreut. Am Nachmittag haben wir dann Hühnchen und Rind gegrillt. Die Besitzer des Platzes waren supet nett und haben sich um unsere Tickets zurück gekümmert und schenkten uns eine typische alkoholische Spezialität. Rotwein mit einer Art Brei, was eine dickflüssige Mischung ergab. War nicht so mein Ding. An diesem Tag ging es nicht sehr spät schlafen, da wir um 8 Uhr morgens unsere Fähre zurück nach Puerto Ibañez nahmen, wo es mit dem Bus nach Coyhaique ging. Nachdem wir durch die Innenstadt gelaufen waren um Geld abzuheben und uns über Campingplätze informierten liefen wir zu einem Platz am Fluss. Auf dem Weg trafen wir zufällig die Besitzerin, welche uns ansprach und dann direkt auf ihrem Pickup mitnahm. Am Nachmittag regnete es ein wenig, umso mehr freuten wur uns, dass wir schon vor ein paar Tagen Planen für das Zelt gekauft hatten und diese endlich ausprobieren konnten. Abends hatte es dann schon wieder aufgehörtEs ist mal wieder ewig her. Es ist viel passiert in den letzten 2 Monaten. Beim schreiben meines letzten Eintrags waren wir auf dem Weg nach La Serena, wo wir gut ankamen und in unser Hostel eincheckten. Da wir das Hostel von der Hinreise schon kannten, wussten wir, dass es eines der gemütlichsten Betten, aller uns bekannten Hostels hat, worauf wir uns in dem Moment sehr freuten. Wir kochten mal wieder und gingen früh schlafen, da wir am nächsten Morgen um 9 Uhr einen Bus zum Meer genommen haben. An einem kleinen Hafen angekommen, buchten wir eine Bootstour zu einer Pinguininsel und einer zweiten Insel, welche unter Naturschutz stand, aufgrund von seltenen Pflanzen und Vögeln. Wir haben viele Pinguine und Seelöwen sehen können und fuhren zur 2. Insel. Sobald wir diese betraten, wurden wir zurück in das Boot gerufen, da der Kapitän Delfine gesichtet hatte. Also fuhren wir nochmal 10 min mit dem Boot raus um uns Delfine anzusehen. Danach ging es dann auf die wunderschöne Insel mit Karibikstränden und wir liefen ein Mal um die Insel rum bevor wir uns wieder auf den Weg zum Festland machten. Dort angekommen stiegen wir wieder in unseren Bus nach La Serena. Wir haben jeder ca. 25 € gezahlt. Die Touranbieter in La Serena wollten 55 € pro Person haben. Durch unsere selbst geplante Tour haben wir viel gespart. Wir nahmen nun einen anderen Bus in das Valle de Elqui bzw. Pisco Elqui, ein großes Tal in den Bergen, wo Wein und Pisco hergestellt werden. Die Busfahrt von 2h ließ sich mit dem Blick auf die Weinfelder gut aushalten. In unserem Hostel wurde uns ein Campingplatz empfohlen, auf dem wir uns für 2 Nächte niederließen. Der Campingplatz hatte ein natürliches Schwimmbad, welches von einem Bergfluss aufgefüllt wird und eiskaltes Wasser enthält. Nach unserer ersten Nacht, lernten wir 2 Chilenen kennen und ein Mitarbeiter des Campingplatzes bot uns eine kostenlose Tour an. Er erklärte uns wie Pisco hergestellt wird und wir probierten die unterschiedlichen Reifestufen aus. Danach ging es zu einem Abschnitt des Bergflusses wo wir zu Viert die Natur genießen konnten, da keine weitere Personen anwesend waren. Da es ziemlich heiß war, tat das kalte Wasser des Flusses gut, aber fünf Minuten reichten total aus. Wir wurden wieder zum Campingplatz gefahren und machten ein Asado, wo wir 2,5 kg Rindfleisch grillten. Super lecker! Abends tranken wir ein bisschen Pisco und saßen an einem riesigen Lagerfeuer. Am nächsten Morgen fuhren wir zurück nach La Serena und nahmen von dort aus unseren Bus nach Santiago wo wir abends ankamen. Damit war unsere Reise in den Norden Chiles beendet. In den nächsten Tagen ruhten wir uns aus, kauften Weihnachtsgeschenke und halfen Alicia, das Haus vorzubereiten, denn am 22. kam die Familie von Marc aus Deutschland an. Am 24. waren dann alle bereit für das Weihnachtsfest. Wir hatten 34ºC und haben uns mit Melonensaft im Garten abgekühlt. Bevor wir abends gemeinsam im Haus von Alicia Weihnachten feiern wollten, kam uns die Idee zu Mittag essen zu gehen und wir warteten eine halbe Ewigkeit auf Heinz, den Papa von Marc. Als er endlich kam, brachte er mir das beste Weihnachtsgeschenk in meinem Leben mit, meinen Papa! Ich war so schockiert, dass ich gar nicht wusste, was ich sagen sollte, als er dann vor mir Stand. Ich habe von dieser riesigen Überraschung überhaupt nichts mitbekommen. Ich habe mich echt sehr gefreut. Am Abend sind wir alle gemeinsam in die Kirche gegangen und haben danach gegessen und ein paar Geschenke verteilt. Später am Abend kamen uns dann noch Javier mit seiner Frau Karin und Ignacio besuchen. Es freut mich echt sehr, dass mein Papa mich besucht hat, da es immer schwer ist durch Erzählungen und Bilder Eindrücke zu vermitteln. Nun konnte sich mein Papa ein eigenes Bild von unserem Leben in Chile machen. Am 25. sind wir bei einem weiteren Teil von Marcs Familie eingeladen worden um gemeinsam zu Essen ubd und Julklapp Geschenke zu verteilen. Am 26. haben wir uns ein Auto gemietet und wollten zu Alicias Haus nach Algarrobo und von dort zu Hans nach Viña del Mar fahren. Nachdem wir in Algarrobo kurz zum Strand gingen um ein paar Fotos zu machen, kehrten wir zu den Autos zurück und stellten Fest, dass diese aufgebrochen wurden. Unsere ganze Kleidung, elektronische Geräte, sowie Marcs Pass wurden geklaut. Unser nächster Stop war also die Polizeistation, um den Diebstahl zu melden. Die Polizei kann hier in Chile offenbar nicht viel dagegen machen, da extrem viel geklaut wird. Nachdem wir dann endlich alles geklärt hatten fuhr die Familie von Marc mit meinem Papa nach Viña. Da es schon 19 Uhr war blieb Alicia in Algarrobo und kehrte nicht nach Santiago zurück. Marc und ich warteten auf den Bus nach Viña für ganze 2h. Da wir nur kurze Hosen und T-shirts anhatten und unsere Kleidung geklaut wurde, gab uns Alicia einen Poncho. Die Leute haben uns ganz schön blöd angesehen, aber wenigstens war es warm. Um 22:30 kamen wir dann auch in Viña an und wurden von Melanie, der Tochter von Hans, abgeholt. Bei Hans haben wir dann erstmal ein schönes Asado genießen können. Da wir ursprünglich mit Melanie feiern gehen wollten, aber unsere Klamotten nicht mehr hatten, mussten wir improvisieren. Marc hat die Hose und Schuhe von seinem Papa Heinz bekommen und ich habe mir eine weinrote Hose von Hans geliehen. Als Oberteile dienten unsere T-Shirts mit geliehenen Fleecepullis. Wir sahen echt komplett s*****e aus und fühlten uns in unserer Kleidungswahl nicht super wohl. Melanie hat uns trotzdem mitgenommen und wir sind erst auf einen Geburtstag gegangen und von dort aus in den Club von Viñas größtem Casino. Wir hatten eine Menge Spaß und eine gute Erklärung für unser Aussehen. Am nächsten Morgen haben Marc und Ich einen Bus nach Santiago genommen, während die Anderen noch ein bisschen in Viña unterwegs waren und dann mit dem Mietwagen zurück sind. Am Abend haben wir dann aus Santiago einen Bus in den Süden, nach Osorno genommen, wo wir am nächsten Morgen ankamen. Dort holten wir uns zwei Mietwagen und fuhren über Temuco zum Llaima. Der llaima ist ein bekannter Vulkan und wir fuhren mit dem Auto ein ganzes Stück rauf und entschlossen uns dort wild zu campen. Marc und ich waren letztendlich die einzigen, die im Zelt schliefen. Die anderen fünf haben sich auf die Autos aufgeteilt. Wir waren alle noch ein bisschen von dem Diebstahl geschockt und hatten etwas Bange als es dann dunkel und neblig wurde. Naja...wir haben die Nacht gut überstanden und machten uns am 29.12. auf, den Llaima zu bewandern. Nach der erfolgreichen Besteigung umrundeten wir den llaima in dem Nationalpark Conguillio. Wir haben tolle Lagunen mit kristallklarem Wasser gesehen, sowie Gestein der gekühlten Lava vom letzten Ausbruch. Nachmittags verließen wir den Park kurz um in Curacautín essen und einkaufen zu gehen. Abends kamen wir am Campingplatz Lago Conguillio an, wo wir in dem Vulkansee badeten, bevor wir uns schlafen legten. Am 30. fuhren wir dann über Melipeuco, Villarica und Pucón zur Playa Blanca des Lago Caburga. Wir hatten die Möglichkeit unser Zelt direkt neben dem Strand aufzustellen. Somit hatten wir einen wunderbaren Blick auf den glasklaren See. Wir blieben dort bis zum 3.1. Am 31. haben wir dann bei ca. 30ºC ein Asado gemacht und auf das neue Jahr gewartet. Begrüßt wurde 2016 von uns mit ein paar Tröten. Es gab kein Feuerwerk und war im allgemeinen ziemlich ruhig. Auch mal ganz nett. Am 1.1. waren wir den ganzen Tag am Zeltplatz bzw. Strand und haben beobachtet wie die Chilenen das neue Jahr feiern. Hier heißt es Sonne am Strand genießen. Am 2. fuhren Marc, sein Bruder Niklas, Heinz und ich nach Pucón, denn wir hatten eine Wanderung auf den Vulkan Villarica gebucht. Wir wurden mit Schuhen, Schutzkleidung, sowie einer Eishacke ausgerüstet. Nach einem weilchen Fahrt kamen wir am Vulkan an. Man hatte die Möglichkeit die ersten 300-400 Höhenmeter mit dem Lift zu machen und wir waren erstaunlicherweise die Einzigen aus unserer Gruppe, die gelaufen sind. Nach ungefähr 45min kamen wir am anderen Ende des Lifts an. Nun gab es eine Einweisung zur Fortbewegung auf Schnee und Eis. Wir liefen weitere 3:30 h. Ein Teil unserer idyllischen Wanderung wurde von schallender asiatischer Popmusik begleitet, welche eine asiatische Reisegruppe über ihren Lautsprecher abspielten. Als wir oben ankamen konnten wir den Krater sehen und den Schwefelrauch inhalieren. Nachdem alle ein paar Bilder gemacht hatten und stolz auf die geschafften 1400 Höhenmeter waren, rutschten wir auf einer Art Platikteller den ganzen Vulkan runter. Es gab ungefähr 7 Rutschen. Nach 20-30 min waren wir unten. Ich hab noch nie so etwas geiles erlebt. Man hat sich wie in Ice Age gefühlt. Am Nachmittag haben wir uns dann wieder mit Marcs Mama, Schwester, sowie meinem Papa getroffen. Abends ging es dann noch auf dem Lago Caburga fischen. Am 3.1. sind wir über Licanray und Calafquén weiter nach Panguipulli, wo wir am gleichnamigen See gegessen haben. Von dort aus ging es nach Osorno, wo wir einen Mietwagen abgaben. Da in Deutschland nun wieder die Schule beginnt, mussten wir uns von Marcs Mama und seinen Geschwistern verabschieden, welche am Abend einen Bus nach Santiago genommen haben. Wir hatten echt eine super Zeit hier zusammen. Marc und Ich sind dann erstmal mit unseren Vätern in ein Hostel.Am nächsten Morgen tauschten wir unseren Pickup gegen einen Chevy Captiva. Das Auto hat allerdings an den Hinterreifen etwas rumgewackelt, weshalb wir, als wir in Puerto Montt ankamen, das Auto reparieren ließen. Von dort aus ging es nach Puerto Varas wo wir ein Museum sahen, was aussah wie ein Hexenhaus, da es mit vieler alter Kunst behangen war. Wir fuhren am Lago Llanquihue entlang über Ensenada bis Petrohué, wo wir uns nach Tickets über den Lago Todos los Santos, nach Peulla, erkundigten. Nachdem wir genügend Informationen hatten, sind wir zurück am Llanquihue entlang und hielten kurzfristig an einem Strand an um baden zu gehen. Wir haben uns dort mal wieder mit den Tabanos rumgeschlagen. Tabanos sind wie Mücken, haben die Größe einer Hummel und sind gepanzert. Jedesmal wenn man dachte, man hätte eine totgeklatscht, fliegt das Mistvieh einfach weiter. Als wir abends in Puerto Montt ankamen sind wir mit dem Bus zum Hafen, wo wir ein Colectivo nach Angelmó nahmen. Wir aßen alle Möglichen Fischgerichte, sowie Meeresfrüchte. Dazu gab es Pisco Sour und Bier. Danach sind wir zurück in die Stadt und liefen etwas rum.Am 5.1. ging eswieder nach Ensenada, da wir uns entschlossen haben nur die halbtägige Tour nach Peulla zu machen, fuhren wir Vormittags den Vulkan Osorno hoch um ein paar Fotos zu machen. Unser nächster Stop war die Laguna Verde, welche von Heinz zum “Tabano-Brutsee” umbenannt wurde. Es war zwar wunderschön, doch die Tabanos können einem echt den Nerv rauben. Nachdem wir in Ensenada noch Churrasco essen waren ging es auf das Boot nach Peulla. In Peulla haben wir eine nette Tour gemacht wo ein Herr uns in einem größeren Auto rumgefahren hat. Wir landeten an einem Fluss wo wir baden gegangen sind. Unserer Busfahrer hat ordentlich aufs Gas gedrückt, sodass wir auf den Offroad- Pisten durch den Bus geflogen sind. Wir haben uns vor lachen nicht mehr eingekriegt. Peulla hat sehr wenige Einwohner, was man unter anderem an der Schule mit ganzen fünf Schülern festmachen kann. Nach unserer Tour ging es zurück nach Petrohué, wo wir uns die Saltos de Petrohué ansehen wollten, doch aufgrund von Bauarbeiten konnte man diese nicht besichtigen. Also kletterten wir über die Absperrung und liefen über nicht fertiggestellte Wege und Brücken bis wir bei den Wasserfällen ankamen. Nach dem langen Tag ging es zurück ins Hostel, kochen. 6.1. : Wir verbrachten eine letzte Nacht in Pto. Montt und haben ein paar Kleinigkeiten gewaschen, doch unser Gepäck bestand nun größtenteils aus schmutziger Wäsche. Wir machten uns auf den Weg nach Angelmó, wo wir auf dem Mercado Artesanal einkaufen gingen. Hier gibt es zum Beispiel Kleidung aus Alpacawolle. Wir hatten zu dem Zeitpunkt noch keinen Plan wo wir als nächstes hinreisen wollen und entscheiden uns auf die Insel Chiloé zu fahren um danach die Carretera Austral noch ein bisschen zurück hoch zu fahren. Nachdem wir uns über die engen Fahrpläne der Naviera Austral (Fähren) informierten wurde klar, dass wir nur Chiloé schaffen werden. Auf dem Weg aus der Stadt hielten wir nochmal in Angelmó, wo wir Seelöwen sahen und Ceviche aßen. Dann ging es an der Küste entlang Richtung Pargua. Auf dem Weg sahen wir die ganzen Fischerboote und stoppten kurz in Calbuco, wo Marcs Urgroßmutter aufgewachsen ist.Weiter ging es nach Pargua, mit der Fähre rüber nach Chacao, und da starteten unsere Väter ihre Kirchen-Fotoserie. Im folgenden machten wir uns auf nach Ancud, wo wir spontan eine Übernachtungesmöglichkeit im Hotel Ancud Petit fanden. Im Dunkeln machten wir einen Rundgang durch die Stadt und fanden unser neues Lieblingsrestaurant, wo wir zu Abend aßen. Am 7.1. Sind wir in Ancud rumgefahren. Es ging zu einer Festung, einem Aussichtspunkt wo man das Festland sehen konnte und zum Strand. An der Alten Festung wurden wir herzlich willkommen geheißen und wir waren nach unserer Diebstahl Erfahrung immernoch etwas skeptisch, doch die Menschen in Ancud waren sehr liebenswert. Es ging dann nochmal im selben Restaurant essen und danach fuhren wir die Küste Richtung Westen entlang. Die Straße führte uns zum Monumento Nacional de Punihuil oder auch Huaihuén, wo wir eine Pinguininsel besuchten. An dem langen Strand haben wir sonst noch viele Fotos gemacht und allgemein viel Spaß gehabt. Weiter ging es über den camino ripio nach Chepu (benannt nach dem Fluss). Dort bis das Auto nicht mehr konnte und wir fürchteten im Sand stecken zu bleiben. In Chepu schauten wir uns um und fragten dann direkt am Fluss - an der Mündung des Estero Anguai - einen älteren Herr, ob wir in seinem Garten unsere Zelte aufschlagen könnten. Er bejahte unsere Frage und verkaufte uns sogar noch Bier und selbstgemachten Kuchen seiner Frau. Wir haben Unmengen an Wäsche per Hand gewaschen und fuhren dann mit dem Sohn des alten Herren, in seinem Boot, zum Fischen auf dem Chepu. Leider haben wir nichts gefangen, doch wir erreichten noch die Küste mit der schon untergegangenen Sonne und liefen dort zu einem Aussichtspunkt, wo wir noch die letzten Sonnenstrahlen einfangen konnten. Zurück in dem Garten, hatte uns der alte Mann schon ein Feuer gemacht, wo wir etwas Brot geröstet haben und die Nacht mit den Sternen genossen. Am 8.1. fuhren wir runter an der Küste, bis nach Cucao. Tagsüber hielten wir an einem langen Strand und in Cucao angekommen aßen wir Churros (frittierter Teig mit Puderzucker). Wir hatten Glück und bekamen einen Platz auf dem Campingplatz des Nationalparks Cucao, wo wir abends wieder ein Feuer machten. Außerdem fragten wir den Besitzer Bernabé ob es möglich wäre dort zu arbeiten, doch dieser wollte uns erst ab April etwas anbieten, wo wir keine Zeit mehr für ein Voluntariat haben. Am nächsten Tag sind wir früh aufgestanden und wieder nach Ancud gefahren, wo wir die Fähre zum Festland genommen haben und zurück nach Osorno fuhren um das Auto abzugeben. Dort haben wir dann den ganzen Nachmittag verbracht, indem wir essen und shoppen waren. Um 23 Uhr sind wir in den Bus nach Santiago gestiegen wo wir am nächsten Morgen ankamen. Dort haben Heinz und Marc sich um einen neuen Reisepass gekümmert und mein Papa und ich haben eim bisschen Sightseeing gemacht. Am 12.1. ist Heinz dann nach Berlin geflogen und wir waren noch mit meinem Papa in Bellavista, auf dem San Cristobal und in der Innenstadt. Am 14.1. ist mein Papa dann auch geflogen. Schön das du da warst!Marc und ich hatten schon lange Zeit mit einem Freund von Padre Felipe Berrios über ein Voluntariat im Süden gesprochen, doch es hat sich über die ganze Zeit nichts ergeben. Am Freitag den 15.1. haben wir uns mit dem Freund Lalo Ponce getroffen und dieser hat mit uns ein paar Anrufe geführt. Nach ca 1h sagte er wir können am nächsten Tag mit einem Konstruktionsprojekt in Concepcion (7h südlich von Santiago) beginnen. Da es aber keine Bustickets am Freitagabend gab sind wir erst Sonntagabend los. Wir hatten geplant direkt nach dem Projekt unsere Reise in den Süden fortzusetzen. Wir packten unsere ganzen Sachen und machten uns auf den Weg zum Terminal in Santiago. Dort passierte es mal wieder. Man klaute uns unseren dritten Rucksack. Wir standen in einer Schlange um noch etwas zu trinken für die Fahrt zu kaufen. Dort wurden wir mit einer Flüssigkeit beschmiert, was wir gar nicht richtig mitbekamen. Eine Frau hinter uns meinte dann das es ein Vogel gewesen sei und bot Marc Taschentücher an. Er hat dann die Schlange verlassen um sich zu säubern. Er stellte unseren dritten Rucksack ab und drehte sich kurz zu der Frau. In diesem Moment, während ich bezahlte, nahm sich jemand den Rucksack und rannte davon. Wir haben niemanden mehr gesehen. Die Frau war auch sofort verschwunden. Alles war weg. Mein Tablet, Kopfhörer, Power Bank, Pullover, Taschenmesser... Wir haben dann unseren Bus genommen und sind am nächsten Morgen in Concepcion zur Polizei gegangen um Anzeige zu erstatten. Unser Projekt auf einem Campamento reichte vom 18. Bis zum 25.1. Wir haben mit einer größeren Gruppe von ca 25 Leuten im Alter von 17-25 gearbeitet. Wir haben alle gemeinsam in einem Haus geschlafen. Tagsüber waren wir auf dem Campamento und haben die Erde bearbeitet und eine Gussform bzw. Gerüst für Zement errichtet. Mittags haben wir in einem der Häuser auf dem Campamento gegessen und uns ein bisschen ausgeruht. Die Menschen leben echt sehr einfach in Holzhäusern und besitzten vielleicht einen Fernseher und ein Pferd. Die Einwohner waren echt total nett und haben einem viel über ihr Leben erzählt. Nach ein paar Tagen haben wir uns mit sehr vielen angefreundet. Da wir abends noch viele Aktionen zum Thema.”Campamento” und zur sozialen Disparität in Chile gemacht haben, hat man sich besser kennengelernt. Des weiteren haben wir uns viele Meinungen angehört und können das System in Chile immer besser nachvollziehen. Wir haben jeden Tag in der schweißtreibenden Sonne gearbeitet und durften in den 8 Tagen ganze drei Mal auf dem Campamento kalt duschen. Am Ende jeder erfolgreichen Konstruktion veranstaltet immer einer in der Gruppe eine Party bei sich Zuhause. Dieses Mal war es unser Kumpel Antoño und sein Cousin Claudio (Mujica). Die beiden haben uns eingeladen noch zwei Nächte in Concepcion zu bleiben. Am Montag den 25. haben wir dann bei Antoño gefeiert und am nächsten Tag nur rumgesessen und uns entspannt. Zum Glück hat unser Kumpel Allende uns noch am Freitag ein bisschen durch die Stadt geführt. Am Sonntag wollten wir nach Punta Arenas fahren um in den Nationalpark Torres del Paine wandern zu gehen, doch wir haben nirgendwo richtige Informationen erhalten und man sagte uns wir fahren am besten nach Osorno und informieren uns dort nach Bussen. Gesagt getan. Wir kamen in Osorno an und man sagte uns das der nächste Bus erst am 30.1. kommt. Den haben wir dann gebucht. Da es schon spät war gingen wir in ein Hostel und haben mit einer Freundin, Javi, gesprochen, welche uns in ihr Haus in Pucon eingeladen hat für zwei Nächte, damit wir nicht in Osorno unnötig lange auf unseren Bus warten und unser Geld für die Übernachtungen rausschmeißen. Wir fuhren also am nächsten Morgen nach Pucón und wurden von ihrem Vater vom Terminal abgeholt. Abends haben wir dann in ihrem Haus ein Asado gemacht und sind mit ihr auf Fahrrädern in die Innenstadt gefahren, wo wir eine andere Freundin, Pauli, trafen. Wir kennen uns alle von dem Projekt durch Un Techo Para Chile und waren dann gemeinsam in einer Bar. Am nächsten Tag haben wir uns entspannt und zusammen mit Javi gekocht. Gen Abend kamen dann noch zwei Freundinnen von ihr. Wir waren gemeinsam Essen und sind dann feiern gegangen. Am 30.1. haben wir morgens um 6 einen Bus nach Osorno genommen. Dort haben wir dann ein paar Sachen für unsere 24-stündige Busfahrt nach Punta Arenas gekauft. Um 12 ging es dann los. Wir sind über Argentinien gefahren und kamen am 31.1 abends an, da wir länger als 24h brauchten. Nach der Ankunft haben wir uns dann in einem Hostel niedergelassen. Dort haben wir wie zuvor auch schon mit Bernabé aus Cucao geschrieben, welcher uns nun angeboten hat am 10.2. bei ihm zu arbeiten. Wir sagten ihm zu und buchten einen Bus zurück nach Chiloé für den 9.2. Am 1.2. sind wir nach Puerto Natales gefahren und haben für unseren Trip in die Torres del Paine eingekauft. Wir brachten 2 kg Haferflocken, 6 Pakete Spaghetti mit Tomatensoße, 1kg Reis, Thunfisch, sowie Kekse und andere Snacks in den Rucksäcken unter. Dann haben wir uns kurz mit einer weiteren Freundin getroffen, welche an diesem Tag auch in die Torres gefahren ist. Um 14 Uhr fuhren dann die Busse für 2 h zu dem Nationalpark. Dort nahmen wir noch ein Shuttle bis zum Start unserer Wanderroute. Es gibt 2 Stück. Das “O” (8-11 Tage) ein großer Rundkurs und das “W” (5-8 Tage). Wir entschlossen uns das W zu machen und liefen mit Chely zum ersten Campingplatz. Danach waren wir bis zum 8.2. In den Torres unterwegs. Wir hatten echt viel Glück mit dem Wetter. Normalerweise regnet es sehr viel in Patagonien, doch bei uns regnete es nur an einem Tag, was sehr gut war, denn unser Zelt ist nicht regenfest. Wir haben die ganze Zeit gehofft jemanden mit einem ähnlichen Zelt zu sehen, doch wir waren immer die Einzigen. In der einen Woche sind wir über 100 km gewandert und sind täglich mehrere hundert Höhenmeter rauf und runter. Zum Teil war es echt anstrengend, da uns die Sonne fertig machte, doch die wunderschöne Aussicht auf Berge, Gletscher und Seen hat alles kompensiert. Abends saßen wir mit ganz vielen anderen Wanderern auf den Campingplätzen und alle haben mit ihrem Bunsenbrenner gekocht. Es war eine sehr schöne Atmosphäre, weil man sich gut mit allen verstanden hat und viele Informationen austauschen konnte. In einigen Nächten in der Nähe vom Gletscher Grey, wurde es echt kalt in der Nacht. Wir mussten uns Handschuhe, Mützen und Jacken vor dem schlafen gehen anziehen. Hinzu kam, dass der Körper kaum noch Energie hatte. Wir waren echt froh, dass wir unser essen mitgenommen haben, denn die kleinen Supermärkte auf den Campingplätzen sind sehr teuer. Zum Beispiel kostet eine Dose Cola umgerechnet über 3 €. Die Woche in den Torres del Paine war ein wunderbares Erlebnis! Am 7.2. Haben wir dann unsere Tour beendet und sind zurück nach Puerto Natales gefahren wo wir in einem Hostel wieder richtig duschen und kochen konnten. Am 8.2. ging es nach Punta Arenas zurück. Wir sind in ein Hostel gegangen, was von einem älteren Mann geführt wird und aussah wie ein Palast. Unser Zimmer ähnelte dem Schlafgemach eines Schlosses. Wir haben uns sonst noch die Stadt ein bisschen angesehen und waren noch neue Kopfhörer kaufen. Am folgenden Tag stiegen wir um 9 uhr in unseren Bus nach Castro, der Hauptstadt von Chiloé. Nach 35 h Fahrt kamen wir an. Wir nahmen direkt einen Kleinbus nach Cucao, wo uns Bernabé’s Frau Tatiana schon erwartete. Wir liefen gemeinsam über den Campingplatz und dann nochmal 300m neben einem See entlang, bis wir vor einem Haus abseits von allen standen. Zu Beginn wohnten wir mit Jonathan und Malicia (26), einem Pärchen aus Talca, sowie Danae (17) und Bernabés Sohn Nacho (16) zusammen. Seine kleine Schwester Mariel (13) war auch oft bei uns. Die ersten beiden Tage haben wir erstmal Fenster geputzt. Es ging um 11 Uhr los und war vorbei sobald wir fertig waren. Am dritten Tag haben wir mit einem Handwerker eine Bühne für ein Fest konstruiert. Danach bat Bernabé darum, dass einer in der Küche der Cafeteria abwaschen kommt. Ich ging also abwaschen. Da den ganzen Tag noch niemand abgewaschen hatte, gab es extrem viel zu tun. Nach 2h habe ich es dann doch geschafft mit der Hilfe von Kellnerin Isi (17). Da Jonathan und Malica nun weiter gereist sind hatte ich den Job als Tellerwäscher sicher. Marc hat Ferienhäuser (Cabañas) geputzt. Nach ein paar Tagen sind unsere Freunde Antoño und Mujica vorbeigekommen und haben auch gefragt ob sie arbeiten dürfen. Bernabé hat sich gefreut. Antoño und ich waren nun also in der Cafeteria servieren und Teller waschen, während Claudio und Marc geputzt haben. In der Cafeteria haben wir sogar etwas vom Trinkgeld bekommen was manchmal ausreichte um Essen zu kaufen. Wir mussten immer von 11-17 Uhr arbeiten und haben dann gemeinsam in unserem Haus gekocht und abends Filme geguckt oder etwas getrunken. In der letzten Woche ist sogar noch Isi eingezogen, da Danae nach Hause gefahren ist. An einem Wochenende (20.2.) sind wir alle gemeinsam auf die “Fiesta de la luna” gefahren (Mondfest). Dort gab es ein großes Feuer und etwas Musik. Alle standen beisammen und haben den Vollmond erstaunt angesehen. Wir sind am 25.2. Mit Antoño und Mujica nach Castro gefahren um uns ein Konzert von dem Rapper Movimiento anzuhören. Die chilenische Politik, sowie die sozialen Unterschiede werden stark kritisiert. Wir verstehen zwar nicht alles aber unsere Freunden helfen uns immer gerne.Am 27.2. kam Fritz aus Deutschland angereist. Ein guter Freund von Marc. Er hat mit uns in unserem Haus gewohnt. Am 29.2. waren wir mit der Arbeit durch und sind gemeinsam zum Strand Cole Cole im Nationalpark, gelaufen. Wir brauchten ca 5h und haben uns abends am Strand den Sonnenuntergang angesehen und ein Feuer gemacht. Der Campingplatz welcher direkt am Ozean lag hat uns nur 1, 30€ pro Person gekostet. Am 1.3. wanderten wir zurück nach Cucao wo wir eine weitere Nacht verbrachten. Mujica und Antoño haben sich entschlossen noch eine Woche länger zu bleiben. Isi ist nach Santiago gefahren und Marc, Fritz und ich machten uns auf den Weg nach Quellón, der größten Stadt im Süden von Chiloé. Dort haben wir uns Essen am Hafen gemacht und warteten dann bis 3 Uhr morgens um unsere Fähre nach Chaiten an der Carretera Austral zu nehmen. Dort kamen wir nach 5h Fahrt am 3.3. an. Eigentlich hatten wir vor uns über die Carretera Austral zu informieren doch die Touristeninformation hat nicht aufgemacht. Ein älterer Herr bot uns dann eine Tour in den Nationalpark Pumalin an, welcher wir uns anschlossen. In dem Nationalpark gibt es riesige Bäume, die viele tausend Jahre alt sind, sowie wunderschöne Wasserfälle. Als wir am Abend wieder in Chaiten waren, fuhren wir nicht direkt weiter in den Süden nach Futaleufú, da es keine Busse mehr gab. Der ältere Herr, Nicolas, hat uns dann für 20 € sein Haus für eine Nacht überlassen. Am nächsten Tag sind wir dann um 12 Uhr nach Futaleufú gefahren, was ca 200 km weiter südlich liegt. Da es keine richtigen Straßen gibt haben wir 4 h gebraucht. Dort suchten wir uns einen günstigen und netten Campingplatz und kochten. Des weiteren haben wir erfahren das nur ein Bus pro Woche weiter in den Süden fährt und da wir nicht so viel Zeit haben mussten wir zum Beispiel den Nationalpark in Puyuhuapi auslassen. Zum Glück sollte unser Bus 2 Tage später in den Süden nach Coyhaique fahren. Wir hatten Glück und bekamen die letzten Tickets. Am 5.3. haben wir uns dann die Reserva Nacional Futaleufú angesehen und sind auf einen Berg gewandert. Von dort aus konnte man das ganze Gebiet, sowie den klaren Fluss “Futaleufú” betrachten. Am 6.3. Sind wir um 11 Uhr in den Bus gestiegen. Da es wiedermal nur Schotterwege gab, brauchten wir knapp 10h, für 400km nach Coyhaique. Da es schon dunkel war haben wir in einem Hostel geschlafen und keinen Campingplatz mehr gesucht. Morgens haben wir uns dann Bussen zum Lago General Carrera informiert, der größte See Chiles und zweitgrößte in Südamerika. Wir fuhren dann nachmittags mit einem Shuttle nach Puerto Ibañez und nahmen dort die Fähre über den General Carrera nach Chile Chico. In Puerto Ibañez haben wir noch typische Waldbrände gesehen, mit einigen Hubschraubern, die versuchten die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Ich habe so etwas noch nie so extrem zuvor gesehen. Das ganze Gebiet war von Rauch umhüllt und der Wind entfachte die riesigen Flammen immer wieder.Als wir dann abends um 21:30 Uhr in Chile Chico ankamen liefen wir zu einem schönen Campingplatz mit super netten Besitzern welche wir über Ausflüge in der Region ausfragten. Unser eigentliches Ziel an dem See waren die Marmorhöhlen vor Puerto Tranquilo. Die beiden machten uns sofort für den nächsten Tag Tickets für den Bus und die Tour in die Höhlen klar. Da es von Puerto Tranquilo sehr schwer ist nach Coyhaique zurück zu kehren entschlossen wir uns weiterhin in Chile Chico zu schlafen. Am nächsten Morgen fuhren wir also 5h nach Puerto Tranquilo, machten die Tour und kehrten zurück nach Chile Chico. Die Höhlentour wurden auf einem Boot mit 6 Leuten durchgeführt. Die Marmorhöhlen waren echt beeindruckend. Es lohnt sich sehr so etwas mal gesehen zu haben.Danach ging es wieder 5h zurück, kochen und schlafen. Den 9.3. haben wir ganz ruhig angehen lassen. Wir hatten wie immer super Wetter und gingen einkaufen. Tagsüber haben wir Tischtennis gespielt und uns an der Wärme der Sonne, nach einer kalten Nacht, erfreut. Am Nachmittag haben wir dann Hühnchen und Rind gegrillt. Die Besitzer des Platzes waren supet nett und haben sich um unsere Tickets zurück gekümmert und schenkten uns eine typische alkoholische Spezialität. Rotwein mit einer Art Brei, was eine dickflüssige Mischung ergab. War nicht so mein Ding. An diesem Tag ging es nicht sehr spät schlafen, da wir um 8 Uhr morgens unsere Fähre zurück nach Puerto Ibañez nahmen, wo es mit dem Bus nach Coyhaique ging. Nachdem wir durch die Innenstadt gelaufen waren um Geld abzuheben und uns über Campingplätze informierten liefen wir zu einem Platz am Fluss. Auf dem Weg trafen wir zufällig die Besitzerin, welche uns ansprach und dann direkt auf ihrem Pickup mitnahm. Am Nachmittag regnete es ein wenig, umso mehr freuten wur uns, dass wir schon vor ein paar Tagen Planen für das Zelt gekauft hatten und diese endlich ausprobieren konnten. Abends hatte es dann schon wieder aufgehört. Am 11.3. waren wir eigentlich nur auf dem Campingplatz bis um 13 Uhr, da wir ein bisschen Essen für unsere 24-stündige Reise nach Puerto Montt, vorbereiteten. Netterweise schenkten uns die Besitzer ein bisschen Gas und einige andere Camper noch etwas zu Essen, was wir (Marc) immer gut gebrauchen können. Am 12.3. kamen wir um 14 Uhr in Puerto Montt an und kauften unsere ganzen Tickets für die Weiterreise nach Bariloche (Argentinien), Pucon und Concepcion. Wir hatten uns für die eine Nacht nach Puerto Montt schon ein Hostel ausgesucht, doch auf dem Weg dort hin bot uns eine Frau an in der Pension ihres Hauses zu wohnen, was viel weniger gekostet hätte als das Hostel und auch sehr gut aussah. Als sie bemerkte das wir Campingequipmenrt haben gab sie uns die Möglichkeit für noch weniger Geld im Garten zu campen, was wir dann auch machten. Am Nachmittag liefen wir zum Markt Angelmó und zum Hafen um die Seelöwen zu sehen, danach mussten wir mal wieder einkaufen gehen und kochen. Natürlich haben wir zuvor unseren Hunger mit ein paar Empanadas und Ceviche gestillt. Heute früh ging es um 8 Uhr los. Wir sind jetzt auf dem Weg nach Bariloche. Liebe Grüße aus Chile. Am 11.3. waren wir eigentlich nur auf dem Campingplatz bis um 13 Uhr, da wir ein bisschen Essen für unsere 24-stündige Reise nach Puerto Montt, vorbereiteten. Netterweise schenkten uns die Besitzer ein bisschen Gas und einige andere Camper noch etwas zu Essen, was wir (Marc) immer gut gebrauchen können. Am 12.3. kamen wir um 14 Uhr in Puerto Montt an und kauften unsere ganzen Tickets für die Weiterreise nach Bariloche (Argentinien), Pucon und Concepcion. Wir hatten uns für die eine Nacht nach Puerto Montt schon ein Hostel ausgesucht, doch auf dem Weg dort hin bot uns eine Frau an in der Pension ihres Hauses zu wohnen, was viel weniger gekostet hätte als das Hostel und auch sehr gut aussah. Als sie bemerkte das wir Campingequipmenrt haben gab sie uns die Möglichkeit für noch weniger Geld im Garten zu campen, was wir dann auch machten. Am Nachmittag liefen wir zum Markt Angelmó und zum Hafen um die Seelöwen zu sehen, danach mussten wir mal wieder einkaufen gehen und kochen. Natürlich haben wir zuvor unseren Hunger mit ein paar Empanadas und Ceviche gestillt. Heute früh ging es um 8 Uhr los. Wir sind jetzt auf dem Weg nach Bariloche. Liebe Grüße aus Chile.

18.3.16 15:36

Letzte Einträge: Chilenischer Süden, Santiago, Argentinien, Von Argentinien nach Bolivien

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen